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Hier finden Sie die Presseartikel über den Orchesterverein aus dem Jahre 1996. Rechts können Sie die verschiedenen Anlässe direkt auswählen.

 


Aushängeschild für die Musikstadt Burscheid

In einer Feierstunde ehrte die Stadt den Orchesterverein Hilgen (OVH), das “Beste Laienorchester Deutschlands".

Burscheid. Im Mai hatte der OVH unter der Leitung des Dirigenten Johannes Stert beim vierten Deutschen Orchesterwettbewerb in Gera den Titel als "Bestes Deutsches Laienorchester" erhalten. Dieser alle vier Jahre stattfindende Wettbewerb wird vom Deutschen Musikrat veranstaltet und hat die Aufgabe, durch Leistungsvergleich die Qualität des Musizierens deutscher Laienorchester darzustellen. Mit 24,5 von erreichbaren 25 Punkten verwies der Burscheider Verein die restlichen Teilnehmer auf ihre Plätze.

In einer Feierstunde am Dienstagabend im Haus der Kunst wurden die Musiker im Namen der Stadtverwaltung und des Rates der Stadt Burscheid geehrt. Bürgermeister Gustav Ringelberg begrüßte neben den Vertretern der Ratsfraktionen die stellvertretende Landrätin Mathilde Drewing und die Kreis-Kulturreferentin Susanne Bohnekamp und lobte in seiner Laudatio insbesondere das Engagement der Laienmusiker, die neben ihrer täglichen beruflichen Tätigkeit viel Zeit, Energie und Freude in ihr Hobby investieren. Ringelberg erinnerte an den 1876 gegründeten Oelberger Musikverein "Einklang", aus dem der OVH hervorgegangen ist, und anerkannte die Fähigkeit der Künstler, "sowohl die Werke alter Meister zu pflegen als auch die Darstellung zeitgenössischer Stücke”.

Dieses Spektrum bewies der OVH auch am Dienstag: Im Rahmenprogramm der Feierstunde spielte ein Flötenquartett "Arabesque" von Claude Debussy leicht wie einen Vogelflug und ein Klarinettenquartett "Los Angeles Sketches", fetzigen Hillibilly von Kenneth Lowmann.

Stadtdirektor Karl Heinz Schönenborn machte die außergewöhnliche Leistung des OVH an der hohen erreichten Punktzahl im Wettbewerb deutlich und wies darauf hin, daß der OVH dazu beitrage, den Namen "Musikstadt Burscheid" bekanntzumachen und zu festigen. Schönenborn erwähnte die traditionell enge Verbindung des Vereins mit der Jugend- und Volksmusikschule Burscheid und freute sich, den Künstlern die Zusage des Megaphons zu überbringen, ihnen sowohl bei der Erstellung ihrer ersten CD als auch bei der Realisierung eines Video-Clips mit dem nötigen Knowhow und ihren neuen Räumlichkeiten behilflich zu sein.

Nach Grußworten des Arbeitskreises Musik, die der stellvertretende Vorsitzende Rolf Engelhardt überbrachte, überreichte Eckhard Albrecht von der Stadtsparkasse einen Scheck in Höhe von 1500 Mark. Auch die Ratsmitglieder hatten fraktionsübergreifend "zusammengelegt" und honorierten die Leistungen des Orchestervereins beim anschließenden Empfang mit einem gutgefüllten Umschlag.

(Westdeutsche Zeitung, 6.6.1996, Marion Kraus)

 

Die bundesweit besten Bläser

Einladung ins CD-Studio: Stadt ehrte Sieger des Orchester-Wettbewerbs

Wer keine teuren Geschenke machen kann, muß sich etwas einfallen lassen. Das haben Bürgermeister Gustav Ringelberg und Stadtdirektor Karl Heinz Schönenborn getan. Schließlich wollten sie am Dienstag abend im Haus der Kunst nicht mit leeren Händen vor den Orchesterverein Hilgen treten, als sie die Bläsertruppe für den Sieg beim vierten Deutschen Orchesterwettbewerb

(wir berichteten) ehrten. "Wir haben gehört, daß Sie gerne eine CD aufnehmen würden. Und dafür stellen wir ihnen das digitale Tonstudio des "Megaphon" zur Verfügung, wo die CDs auch gleich gepreßt werden können", bot Ringelberg den Musikern an.

Günter Haas, der Vorsitzende des Orchestervereins, bedankte sich für dieses Geschenk, und knüpfte gleich eine Bitte daran. Wenn das Ensemble künftig in der Aula der Friedrich-Goetze-Hauptschule proben könne, werde das der musikalischen Entwicklung des Orchesters nur gut tun, weil die Akustik im derzeitigen Proberaum an der Höhestraße doch sehr bescheiden sei. Von der Qualität der Bläser wird sich die Bevölkerung übrigens wahrscheinlich schon bald bei einem Open-Air-Konzert in der Innenstadt überzeugen können.

(Kölner Stadt-Anzeiger, 6.6.1996)

 

Nach der Siegesmeldung außer Rand und Band

Mit dem ersten Rang beim Orchesterwettbewerb in Gera hat sich der OVH an die deutsche Spitze gesetzt.

Burscheid. Es gibt Tage, da paßt einfach alles zusammen. Es war Freitag abend in dem kleinen Ort Thum im Erzgebirge, wo der Orchesterverein Hilgen (OVH) nach einem Gastkonzert in den bevorstehenden Geburtstag seines Dirigenten Johannes Stert hineinfeiern wollte. Doch ein Telefonat mit Gera steigerte noch den Grund für heitere Ausgelassenheit. Lothar Kretzer, ehemaliger Vorsitzender des OVH und Mitglied der Teilnehmerjury beim 4. Deutschen Orchesterwettbewerb, wußte bereits, was am Tag darauf offizielle Gewißheit wurde: Der OVH hatte bei seinem Auftritt am Vormittag derart überzeugt, daß ihm für vier Jahre der Titel des besten Laienblasorchesters Deutschlands zuerkannt werden sollte.

Von einem "großen Meilenstein" für die Entwicklung des Orchesters sprach gestern der Vorsitzende Günter Haas. Verschnupft und hustend saß er am Tag seiner Rückkehr in der BV-Redaktion ("Das hat in Thüringen einige erwischt, aber wir haben uns Gott sei Dank nicht irritieren lassen"), erzählte davon, wie die 67 Musiker "außer Rand und Band" gerieten bei der Erfolgsmeldung. Und dann ließ er den wohl größten Triumph in der 84jährigen Vereinsgeschichte noch einmal Revue passieren.

Qualifiziert durch den Sieg beim Landeswettbewerb im November in Marl, war der OVH am Mittwoch angereist, hatte an Himmelfahrt noch einmal die Chance genutzt, die beiden Stücke für den Wettbewerb endlich in der Komplettbesetzung proben zu können: die "Ballade des Vents" von Boris Mersson (Pflichtprogramm) und die Sinfonie "Conflicts and Confluences" des zeitgenössischen holländischen Komponisten Henk Badings. Am Freitag vormittag dann die Dreiviertelstunde vor der fünfköpfigen Fachjury und der Teilnehmerjury, in der jeder der insgesamt 15 Konkurrenten der Kategorie "Blasorchester" vertreten war.

"Durch das Gelingen der prickligen Stellen hatten wir schon ein gutes Gefühl, aber wir konnten an den beiden Wettbewerbstagen auch nicht alle Konkurrenten hören", schildert Haas die Zeit des Hoffens und Bangens beim OVH. Immerhin gibt es in Sachen Blasmusik ein Süd-Nord-Gefälle: Führend in Quantität und Qualität sind traditionell die Orchester in Bayern und Baden-Württemberg. Und bei den beiden Wettbewerben zuvor 1988 in Berlin und 1992 in Goslar hatte es für den OVH jeweils "nur” zu Rang vier gereicht. "Um so erstaunlicher und um so schöner, daß NRW jetzt den Bundessieger stellt”, freut sich der Vorsitzende. Die Fachjury gab mit 25 Punkten sogar die höchstmögliche Wertung. "Uns hat man wohl zugute gehalten, daß wir sehr musikalisch musiziert haben. Es geht ja nicht nur darum, die technischen Klippen zu meistern, sondern es muß auch eine musikalische Gesamtlinie geben, die zeigt, daß man das Stück verstanden hat. Und das ist dann vor allem das Verdienst des Dirigenten!”

Schon in zwei Wochen will der OVH Pläne für die nächsten anderthalb Jahre schmieden. Für die erste CD ist ein Sponsor gefunden, die Teilnahme beim Weltmusikwettbewerb im holländischen Kerkrade im Juli '97 ist angedacht. Und dann existiert noch die "exotische Idee" einer Reise nach Brasilien. Doch alles funktioniert nur auf einer vernünftigen Basis: Und da hofft der OVH immer noch darauf, endlich die akustisch hervorragende Aula der Friedrich-GoetzeHauptschule als neuen Proberaum gewinnen zu können.

(Westdeutsche Zeitung, 21.5.1996, Ekkehard Rüger)


Deutscher Meister der Bläser

Orchesterverein Hilgen erspielte sich den ersten Preis im Bundeswettbewerb

"Wir haben uns Mühe gegeben." Da untertreibt der Vorsitzende des Orchestervereins Hilgen 1912 e.V., Günter Haas, wohl ein wenig: Der OVH ist der deutsche Meister unter den Laienblasorchestern. Im Bundeswettbewerb errangen die bergischen Bläser am Wochenende in Gera den ersten Platz. Sie müssen die Sinfonie "Conflicts and Confluences" des zeitgenössischen Komponisten Henk Badings und das Pflichtstück "Ballade des Vents" von Boris Mersson hervorragend gespielt haben - fehlerfrei, "konfliktfrei". 14 Konkurrenten aus neun Bundesländern hängten die Burscheider ab. Die fünf Musikprofessoren der Jury erkannten dem Orchesterverein alle erreichbaren 25 Punkte zu. Die musikalische Feinstarbeit, die Johannes Stert seinem Ensemble seit zwei Jahren nahebringt, hat sich bewährt.

"Bisher ganz ordentlich" hatten die bergischen Musikerinnen und Musikern schon in den vergangenen Jahren gespielt, bei den Bundeswettbewerben hatte es "nur" zum vierten Platz gereicht. "Die aufwendigen Vorbereitungen waren es, die zum Erfolg geführt haben", meint Haas. "Wir haben das Schwergewicht auf den ersten Teil unseres Namens, also »Orchester«, gelegt." Die Probenpläne wurden haarklein nach den persönlichen Terminen der 65 Mitglieder abgestimmt. Musiker, die in Trier oder München studieren, wurden "mit aller zur Verfügung stehenden möglichen Motorisierung" nach Burscheid gebracht, ein Berliner Student zum entscheidenden Probenwochenende eingeflogen. "Die 250 Mark für ein Flugticket sind billiger als eine Aushilfe."

5000 Mark Preisgeld winken dem Orchester. Konzertverpflichtungen wären schön, doch Günter Haas, der die Posaune bläst, ist skeptisch: "Wenn wir in Holland ansässig wären, dann ja. Die Bundesrepublik ist in Sachen sinfonischer Blasmusik eher ein Entwicklungsland."

(Kölner Stadt-Anzeiger, 21.5.1996)

 

OVH wurde Bundessieger

Burscheid/Gera. Grenzenloser Jubel in Gera: Der Orchesterverein Hilgen (OVH), der am Mittwoch zum 4. Deutschen Orchesterwettbewerb nach Gera gestartet war, wurde Bundessieger! Die Hilgener Musiker vertraten das Land Nordrhein-Westfalen und wurden Samstag zum besten deutschen Orchester gekürt. Überglücklich fielen sich die Orchester-Mitglieder in die Arme, als die Wertung feststand. Ein ausführlicher Bericht folgt.

(Westdeutsche Zeitung, 20.5.1996)

 
 

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