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1997 - Brasilientournee
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1997
Peter und der Wolf in der Kölner Oper
Brasilientournee
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Konzerte vor Tausenden

Begeistert kehrte der Orchesterverein Hilgen von seiner Reise durch Brasilien zurück.

Burscheid. Nun ist sie also wieder zurück: die "Banda Sinfônica OVH", die in mehreren Städten Brasiliens die Zuhörer in insgesamt fünf Konzerten begeisterte - zurück von einer "geradezu perfekt organisierten" und unter anderem vom Deutschen Musikrat gesponserten Konzertreise, bei der es, so OVH-Vorsitzender Günter Haas, außer “Montezumas Rache" keinerlei Verstimmungen gab. Im Gegenteil: "Die Musik wog schwerer, als manche es sich vielleicht vorgestellt haben. Doch ich bin stolz darauf, daß man miteinander diesen großen musikalischen Stellenwert gesetzt hat."

Fulminanter Auftakt war ein Open-Air-Konzert im Ibirapuera-Park in São Paulo: ein Gratis-Konzert auf einer riesigen Bühne vor rund 2000 Zuhörern, die dem über viele Mikrofone verstärkten Spiel der Hilgener begeistert applaudierten, vor allem aber bei "Brazil" enthusiastischen Beifall kundtaten. Autogrammwünsche im Anschluß an das Konzert, Fragen nach CD's oder Kassetten, Grüße an Verwandte in Deutschland - auch der persönliche Kontakt war schnell hergestellt, auf englisch, manchmal auch deutsch, spanisch oder sogar in der Landessprache Portugiesisch.

Die übrigen Konzerte fanden in großen Sälen "mit ordentlichen Bühnen" statt; die Zuhörerzahlen steigerten sich mit der Raumgröße bis zum Höhepunkt des Abschlußkonzertes im Teatro "Dom Pedro II” in Ribeirao Preto: "In diesem herrlichen barockisierenden Bau hatten wir mehr als 1500 Zuhörer." Stadtrundfahrten in São Paulo und Rio de Janeiro, kurze Schwimm- und Verschnaufpausen "zwischendurch" und schließlich noch das Badevergnügen in den hohen Wellen des "sicher 25 Grad warmen" Atlantiks füllten "das bißchen Freizeit" aus, das bei sechs Stunden Schlaf, ständigem Ortswechsel, Proben und Konzerten blieb.

Fazit der Brasilienreise: "Eine tolle Geschichte, eine schöne Zeit!"

(Westdeutsche Zeitung, 25.4.1997, Marie-Luise Mettlach)

 

Brasilientournee des OVH war ein riesiger Erfolg

Burscheid (sch) - Total begeistert kehrten die Musiker des Orchesterverein Hilgen von ihrer Konzertreise nach Brasilien zurück. Die erste Überraschung erwartete die Musiker in ihrem Flieger: Eine lustige Sonderausgabe der Vereinszeitung “crescendo" mit einer kleinen "Fluggymnastik". Auf die Minute genau landete die Maschine in São Paulo. Entgegen aller Befürchtungen konnten die Zollformalitäten schnell erledigt werden.

"Die Reise wurde hervorragend organisiert, sowohl von unserer Seite als auch von brasilianischer Seite”, äußert sich anerkennend Michael Wenk, Saxophonist des Orchesterverein Hilgen. Die nächste Überraschung erwartete die Musiker vor dem Flughafen in Form von exklusiven Sechs-Sterne-Bussen. "Solche Busse gibt es bei uns gar nicht. Die waren höher als unsere Doppeldecker, ausgestattet mit feudalen Clubsesseln und hochklappbaren Beinstützen. Einfach traumhaft, das hätten wir nicht erwartet”, schwärmen die Musiker.

"Dieser Empfang war typisch für die ganze Reise. Wir wurden angekündigt als die Deutschen Meister und genau so wurden wir auch behandelt”, berichtet Michael Wenk.

An diesem ersten Tag haben die Musiker direkt den ersten Eindruck von São Paulo bekommen. Armut und Unmengen von Hochhäusern prägen diese Stadt. Mit 100 Hektar Fläche und 19 Millionen Einwohnern ist São Paulo die drittgrößte Stadt der Welt.

Die ersten drei Tage verbrachte der Orchesterverein Hilgen in einem deutschstämmigen Yachtclub außerhalb der Stadt an einem riesigen, landschaftlich wunderschönem Trinkwasserreservat. "Die Unterkunft war hier zwar etwas spartanisch und erinnerte uns an eine Jugendherberge, jedoch machten das gute Restaurant, der Swimming Pool und die vielen Sportmöglichkeiten den ersten Eindruck wieder wett. Wir wurden fürstlich bedient”, erzählt der Saxophonist. Geprobt wurde unter freiem Himmel unter Palmen, vor der malerischen Kulisse des Sees.

Das erste Konzert fand im Ibirapuera-Park statt, der "grünen Lunge São Paulos". Auf der riesigen Bühne haben schon sämtliche namhaften Orchester der Weit gastiert. "Die Bühne und die Lautsprecherboxen waren gigantisch. Über die gesamte Breite der Bühne waren Transparente mit unserem Namen gespannt. Das war für uns alle ein erhebendes Gefühl. Und eine große Ehre, mit diesem Konzert die Reihe der Sonntag-Vormittag-Konzerte eröffnen zu dürfen”, berichtet Pressereferentin des OVH Inka Klewinghaus. Ungewohnt für die Musiker waren bei diesem Konzert die enormen Sicherheitsvorkehrungen mit einem großen Polizeiaufgebot.

Das Konzert wurde ein voller Erfolg. 2000 begeisterte Zuschauer spornten die Burscheider Musiker, unter der Leitung von Bernhard Heinl, zu Höchstleistungen an. Das Publikum ließ sich schnell begeistern. "Die Resonanz war super. Und wir bekamen sogar 'Standing Ovations'."

Was ist der Grund für diesen enormen Erfolg? "Die Brasilianer kennen keine sinfonische Blasmusik. Sie haben live so etwas noch nie erlebt," erklärt Michael Wenk.

An ihrem freien Tag, den alle Musiker wegen der Zeitumstellung dringend brauchten, fuhren sie an den Strand von Guaruja. Ohne sich vom Regen abhalten zu lassen, stürzten sie sich erst einmal in den Atlantik. Das Wasser war warm, denn in Brasilien ist um diese Zeit Frühherbst.

Das nächste Konzert, in Sao Carlos, war zwar ausverkauft (ca. 700 Zuschauer), aber "irgendwie lief alles von Anfang an schief. Der berühmte Funken sprang einfach nicht über”, berichtet der Saxophonist. Aus Unkenntnis setzten sich die Musiker nach dem Applaus sofort wieder hin. In Brasilien applaudiert man nur so lange, wie die Musiker stehen. Setzen sie sich, so herrscht aus Höflichkeit Ruhe. Doch das wußten die Musiker bei diesem Konzert noch nicht. Unglücklicherweise moderierte dieses Konzert eine brasilianische Reisebegleiterin ohne Musikkenntnis, die ihre Worte einfach nur ablas. Das führte zu einer etwas distanzierten Atmosphäre.

In Piracicaba gastierten die Musiker auf einer ehemaligen Kaffee-Fazenda und genossen die traumhafte Anlage. "Das war wieder eine Klasse, die sich längst nicht jeder Brasilianer leisten kann."

An dieser Stelle sei gesagt, daß die Konzerte, die Unterkünfte und Verpflegung von deutschen Firmen in Brasilien und verschiedenen Fernsehsendern gesponsort wurden. Die Hauptsponsoren auf deutscher Seite waren der Deutsche Musikrat, Bayer Leverkusen und BASF.

Am Abend vor dem Konzert wurden die Musiker zu einem Churrasco-Abend auf die Fazenda von Initiator und Hauptorganisator Dr. Hanskarl Kirfel, Saxophonist im Orchesterverein Hilgen, eingeladen. Mit einem Ständchen aus "Jenseits von Afrika" bedankten sich die Musiker für die hervorragend organisierte Reise.

Am nächsten Abend startete das Konzert in dieser Stadt und das wurde ein voller Erfolg. Vor ungefähr 800 Zuschauern gab das Orchester sein Bestes und wurde von der Tageszeitung von Piracicaba in Wort und Bild auf ihrer Titelseite erwähnt.

Absoluter Höhepunkt war das Konzert im Teatro "Dom Pedro" in Ribeirao Preto. Etwa 1500 Zuschauer wollten den Orchesterverein Hilge hören. “Das Theater war traumhaft, das Publikum war traumhaft und wir waren es wohl auch”, schwärmen die Musiker. Das Theater erinnert an alte Filme und war vollkommen ausverkauft. Es ist auf drei verschiedenen Ebenen mit zahlreichen Logen angeordnet. Die Moderation übernahm die brasilianisch sprechende Flötistin des Orchestervereins Diana Bölts.

"Wir hatten noch keinen Ton gespielt, da war die Stimmung schon super. Der Funken ist sofort rübergesprungen". Das begeisterte Publikum suchte nach dem Konzert die Nähe der Musiker, sie wollten Hände schütteln und gratulieren und sogar Autogramme.

Ihren letzten Tag verbrachten die Musiker in Rio de Janeiro. Zuckerhut und Corcovado gehören zu den weltweit am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten und wurden natürlich auch von den Burscheidern Musikern bewundert. Auch ein Besuch auf dem berühmten Strand Copacabana, der in vielen Songs besungen wird, durfte natürlich nicht fehlen.

Eine traumhafte Reise geht zu Ende. Ihre Erfahrungen und Eindrücke nehmen die Musiker mit nach Hause. Ihre beeindruckende Musik wird noch lange bei den Brasilianern nachhallen.

Schon jetzt kursieren Gerüchte, daß die Reise in zwei Jahren wiederholt werden soll. Das nächste Mal aber nach Brasilien und Argentinien.

(Lokale Informationen, 23.4.1997)


Hilgener Musik in Sao Paulo

Burscheid. Ein Fax aus Brasilien erreichte jetzt die Redaktion des Bergischen Volksboten: Vor einer Kulisse von 2000 Zuhörern spielte der Orchesterverein Hilgen 1912 (OVH) im Ibeira-Puera-Park der Millionen-Metropole São Paulo auf. Dort konzertierten bereits sämtliche namhaften Orchester der Welt. Und so wurde auch die Musik des OVH von Funk und Fernsehen aufgenommen. Die Musiker unter der Leitung von Bernhard Heinl merkten schnell die Begeisterung der Besucher und hatten somit seIber viel Spaß.

(Westdeutsche Zeitung, 12.4.1997)


Großes Konzert in São Paulo

Hilgener lassen grüßen

Burscheid - Erstes Konzert und gleich ein voller Erfolg: Der Orchesterverein Hilgen 1912 musizierte in der brasilianischen Millionenstadt São Paulo vor 2000 begeisterten Zuhörern. Gerade 24 Stunden im Land, traten die bergischen Musiker im Ibeira-Puera-Park der Stadt auf. Das Konzert wurde von Radio- und Fernsehsendern aufgenommen. Der Orchesterverein eröffnete damit die Reihe der sonntäglichen Matinée-Konzerte - "eine große Ehre", wie dem Fax aus dem fernen südamerikanischen Staat zu entnehmen ist. Auch deshalb, weil an gleicher Stelle bereits viele namhafte Orchester konzertiert haben. Unter der Leitung von Bernhard HeinI hatten auch die Musiker großen Spaß an dem Auftritt, zumal sie vom brasilianischen Publikum sehr herzlich aufgenommen wurden.

(Kölner Stadt-Anzeiger, 11.4.1997)


Orchesterverein Hilgen auf Tournee durch Brasilien

Burscheid (sch) - Der Orchesterverein Hilgen (OVH) blickt auf eine lange Tradition in der "Musikstadt" Burscheid zurück.

Am 4. November 1876 wurde der "Oelberger Musikverein Eintracht" in der damaligen Wirtschaft und Brauerei "Zum Oelberg" (Burscheid Oelmühle) als Blasorchester gegründet. Am 5. Mai 1878 veranstaltete es im Hotel “Zur Post" sein erstes eigenes Konzert. Es folgten fast 120 Jahre musikalische Höhepunkte im In- und Ausland. 1981 gab das Orchester erfolgreich seine erste Schallplatte heraus.

Schließlich erklommen die Burscheider Musiker im letzten Jahr die oberste Sprosse der Erfolgsleiter. Beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Gera konnte sich der OVH den Titel "Bestes Deutsches Laienorchester" erspielen. Viel Engagement, viel Fleiß und auch viel Freude an der Musik führte letzthin zu diesem Erfolg. Die deutsche Meisterschaft öffnete für die im April startende Tournee durch Brasilien alle Türen.

Die Reise bietet einen neuen Anreiz für die Musiker. Das Orchester besteht aus 61 Mitgliedern, von denen zwei Drittel nach Brasilien fahren. Die Reise wird zu 50 Prozent von den Musikern getragen. Die andere Hälfte wird gesponsort von brasilianischen Veranstaltern, von in Brasilien ansässigen deutschen Firmen, von Bayer und vom Deutschen Musikrat.

Initiator der Brasilientournee ist Dr. Hanskarl Kirfel, Alt-Saxophonist im Hilgener Orchesterverein. Er hat in Brasilien sieben Jahre gelebt und gearbeitet. Seine Erfahrungen und portugiesischen Sprachkenntnisse werden die Reise sicherlich positiv beeinflussen.

Den Musikern steht eine interessante, aber auch sehr anstrengende Reise bevor. Die Tournee geht vom 4. bis zum 16. April. In den dreizehn Tagen werden sieben verschiedene Städte mit dem Bus bereist, wie São Paulo, São Carlos, Araraquara, Piracicaba, Ribeirao Preto und Rio de Janeiro.

Auf dem Programm stehen fünf Konzerte, die in wunderschönen Konzertsälen in den verschiedenen Städten stattfinden. Besonders hervorzuheben ist das prächtige Theater "Dom Pedro lI” in Ribeirao Preto. Gigantisch wird sicherlich auch das Konzert im lbirapuera-Park in São Paulo unter freiem Himmel. Es werden bis zu 20.000 Zuschauer erwartet. Für das Hilgener Orchester ein bombastischer Auftritt.

Das Programm beinhaltet viele musikalische Leckerbissen, wie zum Beispiel den Lohengrin von Richard Wagner, eine Ouvertüre von Jacques Offenbach ("Barbe bleue"), drei Episoden aus dem Bernstein-Musical "On the town", eine Suite aus der Dreigroschenoper von Kurt Weill, originale Blasmusikkompositionen ("Lord of the Rings") und auch lateinamerikanische Rhythmen, wie Samba und Paso Doble, die sofort ins Blut gehen und zum Tanzen einladen sowie ein spanischer Zigeunertanz.

Zwischen all den Konzerten und Proben werden die Musiker auch noch genug Zeit für Strand und Stadtrundfahrten haben. Besichtigungen, die Land, Leute und Kultur näherbringen sollen, stehen selbstverständlich auch auf dem Programm.

(Lokale Informationen, 2.4.1997)

 

Konzert zwischen Strandbesuchen

Der Orchesterverein Hilgen unternimmt eine "große Reise" ins ferne Brasilien. Deutsche Firmen sponsern das Projekt.

Auf große Reise geht am 6. April der Orchesterverein Hilgen 1912: Mit 61 Aktiven und vier Familienangehörigen fliegt das Orchester nach Brasilien. "Die größte Reise, die wir bisher gemacht haben", sagt Vorsitzender Günter Haas, "und gleichzeitig für uns so etwas wie ein Pilotprojekt für künftige Reisetätigkeit.” Initiator der Konzertreise ist OVH-Mitglied Dr. Hanskarl Kirfel. Er hat von 1980 bis 87 für die Firma Bayer in Brasilien gearbeitet und nennt diese Zeit heute "die sieben paradiesischen Jahre".

Kein Wunder, daß sich seine Begeisterung auf die Orchesterfreunde übertrug und sein Vorschlag zu einer Konzertreise rasch Zustimmung fand. Dr. Kirfel lebte und arbeitete in Ribeirao Preto, einer Stadt mit 600.000 Einwohnern im Innern des Bundeslandes São Paulo, die durch den Kaffeeboom groß geworden ist. Ein prächtiger Theaterbau, der tchechischen Nationaloper nachempfunden, bietet dort ideale Konzertbedingungen. 1980 brannte das Theater ab und eigentlich sollte der OVH bereits zur Wiedereröffnung 1996 kommen. "Doch da kam der Wettbewerb in Gera dazwischen, der uns den Weg zum Bundessieger geebnet hat", lächelt Günter Haas.

Fünf Konzerte sind während des sechstägigen Aufenthaltes in Brasilien geplant - ein anstrengendes Programm, vor allem, weil die Konzerte in jeweils anderen Städten stattfinden, die mit dem Bus angereist werden müssen. Werke von Richard Wagner, Leonard Bernstein, Kurt Weill, Johan de Mej, Aaron Copland, aber auch von Vic Lingo ("Latin Brass", "Paso Doble Flamenco") und ein “Spanischer Zigeunertanz" von P. Marquina sollen den Gastgebern die musikalische Bandbreite des OVH vorführen. Für keines der Konzerte wird Eintritt erhoben - alles ist gesponsort, einschließlich der Hotelunterkünfte. Sponsoren sind in Brasilien ansässige deutsche Firmen wie Volkswagen und Faber Castell, der Deutsche Club in São Paulo und in Deutschland die Firma Bayer und der Deutsche Musikrat. Trotzdem wird damit nur die Hälfte der Kosten gedeckt, die andere Hälfte muß von den OVI-I-Mitgliedern selbst aufgebracht werden. Vor Ort fand der Orchesterverein bei der Vorbereitung der Reise tatkräftige Unterstützung durch Privatpersonen und Institutionen. Die Mühe wird sich lohnen, dessen sind sich alle sicher. Günter Haas: "Uns stehen wunderschöne Konzertsäle zur Verfügung. Ein Konzert wird im Freien gegeben, und es bleibt auch noch Zeit für Stadtrundfahrten und Strandbesuche.”

(Westdeutsche Zeitung, 21.3.1997, Marie-Luise Mettlach)

 

Laienmusiker auf Brasilien-Tour

Orchesterverein Hilgen nach Südamerika

Burscheid - Einen zweiten Traum nach dem begehrten Titelsieg "Bestes Laienorchester Deutschlands" im vergangenen Mai in Gera erfüllt sich der Orchesterverein Hilgen 1912 in diesem Jahr: 61 Aktive und vier Begleiter starten zu einer zweiwöchigen Konzertreise nach Brasilien.

"Wir werden fünf Konzerte auf großen Bühnen geben", erläuterte Vorsitzender Günter Haas mit berechtigtem Stolz die Einzelheiten der Reise vor der Presse. Gestartet wird am Freitag, 4. April, ab Flughafen Frankfurt - das erste Konzert findet zwei Tage später, am Sonntag, unter der Schirmherrschaft des Deutschen Konsulats im berühmten Ibirapuera-Park von São Paulo statt.

Von Kaffeebaron gestiftet

Der musikalische Höhepunkt wird am darauffolgenden Wochenende der Auftritt im Theatro Pedro II sein, einem 1500 Plätze fassenden Monumentalbau in Ribeiraro Preto. Die Stadt mit dem schwer auszusprechenden Namen ist die zweite Heimat des Saxophonisten Dr. Hanskarl Kirfel, der als Bayer-Mitarbeiter sieben Jahre dort lebte und arbeitete und wesentlichen Anteil an der Idee, Planung und Durchführung der Reise hat.

"Das Teatro Pedro, ein Nachbau der tschechischen Nationaloper Prag" erklärt Kirfel, "wurde von einem Kaffeebaron gestiftet und nach einem schweren Brand 1980 erst im vergangenen Jahr wieder aufgebaut." Aufgeführt werden eine Suite zur "Dreigroschenoper" von Kurt Weill, "Lohengrin" von Richard Wagner, eine Ouvertüre zum "Blauen Barbier" von Jacques Offenbach und Episoden aus "On the town" von Leonard Bernstein. "Der eine oder andere preußische Marsch wird sich natürlich nicht vermeiden lassen", umreißt Haas die Wünsche der brasilianischen Gastgeber.

Nicht zu kurz kommen soll auch das Freizeitprogramm. Geplant sind Besuche der historischen Stadt Embu, einer historischen Kaffee-Fazenda, Fahrten durch den Urwald und an den Strand. Übernachtet wird während der 2000 Kilometer langen Busreise mal im Hotel, mal im Studentenheim oder in den Unterkünften eines deutschen Yacht-Clubs.

Ermöglicht wurde die Reise durch die großzügige Unterstützung zahlreicher Sponsoren. So tragen Mitglieder des Orchestervereins lediglich die Hälfte der Kosten. Die andere Hälfte wird gestiftet von der Bayer AG, dem Deutschen Musikrat und vom brasilianischen Veranstalter.

(Kölner Stadt-Anzeiger, 21.3.1997)



 
 

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