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2000 - Konzert im Altenberger Dom
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Auf Distanz zur üblichen Festmusik

OVH nach langer Pause im Altenberger Dom

Rhein.Berg. Kreis. Endlich wieder ein OVH-Konzert! Die Freunde des preisgekrönten Blasorchesters haben das ganze Jahr warten müssen - auswärtige Verpflichtungen ließen das Frühjahrskonzert ausfallen, und interne Gründe machten eine Verschiebung des für Anfang November geplanten Herbstkonzertes auf die zweite Dezemberhälfte notwendig.

Aber auch jetzt konnte das Konzert nicht in Burscheid selbst stattfinden. Im noch immer eingerüsteten, durch einen großen Adventskranz jedoch festllich geschmückten Altenberger Dom bot der Orchesterverein unter der projektbezogenen Leitung von Johannes Stert den zahlreich erschienenen Zuhörern am Sonntag ein sinfonisches Blaskonzert in bewährter Qualität. Nichts Weihnachtliches erklang da - für manche vielleicht eine Enttäuschung, für andere ein wohltuender Kontrast zur allgemein die Ohren beherrschenden Einheits-Weihnachtsmusik.

Zu Beginn stellte sich das Jugendorchester der Musikschule unter Leitung seines Dirigenten Thomas Sieger mit drei kleinen Werken vor. Die jugendlichen Bläser zeigten dabei vor allem in der “Pavane in Blue” von Ted Huggens, dass sie auf einem guten Weg sind, um einst im großen Orchester mitspielen zu können. Das konnten sie dann auch schon in der “New Baroque Suite” von Ted Huggens, in der der Komponist barocke Versatzstücke mit modernen Rhythmen zu einer gefälligen Mischung verbunden hat.

Mit Johannes Stert am Pult und der Ouvertüre zur Oper “Hänsel und Gretel” von Engelbert Humperdinck setzte der OVH das Konzert fort. Das feierliche C-Dur-Motiv des Beginns (“Abends, wenn ich schlafen geh‘”) hört man selbst von Profi-Orchestem selten so schön, so homogen und weich.

Johannes Stert versteht es, Spannung aufzubauen und zu halten. Das zeigte auch die folgende “Fourth Symphony” von Alfred Reed, deren erster Satz “Elegy" sich dramatisch aufbaut bis zu Dissonant-Akkorden, um dann friedlich wieder auszuklingen. Die Musiker des Orchestervereins bewältigten Stimmungs-, Rhythmus- und Taktwechsel mit Bravour und ließen sich vom wiegenden Intermezzo gesanglich tragen.

Bereits einmal in Burscheid zu hören war das “Benedictus" op. 59 von Max Reger, das Johannes Stert selbst für Blasorchester bearbeitet und dem OVH sozusagen “auf den Leib geschrieben" hat, ein besinnliches Werk, dessen innere Spannung die Musiker voll ausschöpften. Perfekt abgestuft auch die anschließenden “Nuances” von Désiré Dondeyne, bei dem einzelne Musiker wieder solistisch hervortraten. Besonders schön der Klang der Solotrompete über dem weichen Polster des Orchesters im zweiten Satz, Adagio. Den Abschluss bildete eine Bearbeitung der “Pavane für eine verstorbene Infantin” von Maurice Ravel: sehr weich, mit sinnvollen ritardandi und klangschön interpretiert. Viel Beifall gab es - doch keine Zugabe.

(Westdeutsche Zeitung, 19.12.2000, Marie-Luise Mettlach)



 
 

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