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Jetzt lockt Brasilien

Oh wie schön ist Brasilien: Keine vagen Träume, sondern gerechter Lohn sinfonischen Schweiß' und Mühe der Orchestervereinigung Hilgen (OVH) von 1912. Das 60 Musiker umfassende Burscheider Vorzeige-Ensemble konnte beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Karlsruhe erfolgreich seinen Titel verteidigen. Die frohe Kunde war zügig bis nach Sao Paulo gedrungen. Nicht ohne stolz hielt am Dienstagabend OVH-Mitglied Hanskarl Kirfel, promovierter Agrarökonom im Bayer-Versuchsgut Höfchen, das Glückwunsch-Fax aus Brasilien in Händen. Die Botschaft: “Das Deutsche Generalkonsulat Sao Paulo würde sich freuen, Konzerte des OVH im Rahmen der 2001 geplanten ‚Deutschen Woche‘ aufführen zu können." Absender: Honorarkonsul Rudolf Schallenmüller, seit langem mit dem Saxophonisten Kirfel befreundet.

OVH-Chef Günter Haas zog unter den Orchesterwettbewerb Bilanz: "Wir haben in der phantastischen Atmosphäre der nordbadischen Stadt denkbar knapp gewonnen - die Vorzeichen waren nicht gerade erfolgversprechend." Was die Wertungsrichter irritiert hatte: Kurzfristig hatte sich der OVH zu Beginn des Jahres von seinem Dirigenten Jürgen Schulz gertennt. Erst im Herbst hatte er den - inzwischen im Kölner Opernhaus als Dirigent fest angestellten - Johannes Stert abgelöst. Seit 1990 leitete der 37-jährige gebürtige Freiburger Stert die musikalischen Geschicke des OVH mit großem Erfolg. Zwar dirigierte Schulz den OVH noch während des Landeswettbewerbes auf die Erfolgsleiter, aber bereits da, so Pressesprecherin Inka Klewinghaus “stimmte die Chemie zwischen Orchester und Dirigent nicht mehr." Und Hanskarl Kirfel ergänzt, dass von Schulz keine Impulse ausgegangen waren: “Es gibt die Ochsentour mit einem guten Handwerker. Es gibt aber auch einen Stert, der mit musikalischer Kompetenz Begeisterung für jede harte Schufterei bei den Proben wecken kann."

Der so Gelobte hörte von den Problemen und sprang in die klaffende Lücke. Mit nur sechs Proben seit dem 6. Mai führte er “seinen" OVH nun zum Erfolg. Elf Blasorchester standen sich im Wettbewerb gegenüber. Insgesamt nahmen letzte Woche am Bundeswettbewerb 121 Orchester mit über 5000 Musikern teil. Der OVH wurde von 16 aktiven Mitgliedern der Jugendmusikschule begleitet. “Wir sind der Fan-Club", sagte ihre Sprecherin Ulrike Pagacz (Querflöte). Die jungen Holz-, Blechblas- und Percussionsspieler bestritten im Karlsruher Rahmenprogram drei erfolgreiche Auftritte. Die Konzerte des OVH unterstützte sie mit Beifall und Bannern.

Und die Zukunft? Haas: “Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Dirigenten." Die Ausschreibungen in Fachzeitschriften sind erfolgt. Bis dahin übemimmt der Zweite am Pult, Thomas Brezinka, den Stab. Der Oboist und Dirigent des Niederrhein-Ensembles hat bei Nikolaus Harnoncourt gearbeitet. Die für den 3. Juli vorgesehene Aufführung der “Carmina Burana" bei den Carl-Orff-Festspieltagen in Kloster Andechs hat er bereits im Februar übernommen. Am 11. November bestreitet er mit dem OVH das Herbstkonzert in Opladen. Zuvor aber findet am 23. Juni ein Festakt im Haus der Kunst in Burscheid statt. “Wir hoffen", sagt Günter Haas, “dass wir danach weitere, dringend benötigte Sponsoren finden werden." Auch für die Reisekosten nach Brasilien.

(Kölner Stadt-Anzeiger, 8.6.2000, Timm Gatter)

 



 
 

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