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2001 - Ensemblekonzert
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2001
Kerkrade
Ensemblekonzert
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Tuben taugen auch zum Wiegenlied

Beschwingtes Konzert der OVH-Ensembles

Burscheid. Schaute man auf das Podium im Haus der Kunst, so hätte das Kammerkonzert, in dem sich am Sonntag verschiedene Ensembles des Orchestervereins Hilgen vorstellten, den Titel “Musik im Garten” tragen können. Da blühte und grünte es so erfreulich heiter und die dargebotenen Werke hinterließen einen so beschwingenden Eindruck, dass man trotz des unfreundlichen Wetters an den Frühling glaubte. Und heiter und locker, gewürzt mit Musikerwitzen, führte OVH-Vorsitzender Günter Haas durch das Programm.

Mit dem Gebet des Rienzi aus Richard Wagners Oper “Rienzi” eröffnete das Oelberger Hornquartett das Konzert feierlich, homogen im Klang und mit schöner Dynamik, um dann, leicht und locker musiziert, mit vier gefälligen Stücken für Hornquartett von Anton Richter Jagd- und Volksliedassoziationen zu wecken.

Unter dem Namen “Die Carminetten” stellte sich ein Klarinettenquintett vor und musizierte Bearbeitungen aus Bizets Oper “Carmen”. Das Ensemble Ansgar Faust erfreute mit zwei Sätzen aus dem Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott von August Klughardt. Das dichte musikalische Geflecht der spätromantischen Komposition brachten die fünf Musiker mit Bravour zum Klingen. Besonders schön: der piano-Einstieg zum Allegro vivace, dem Scherzo-ähnlichen zweiten Satz. Als Zugabe hatte das Ensemble noch einen Marsch von Johann Schrammel auf dem Notenpult.

Nach der Pause erklangen drei Impromptus von Jan Koetsier, perfekt dargeboten vom OVH-Posaunenquartett, gefolgt von “From a Graceful Dream to an Awakening” von Soichi Konagaya: getragen und weich, mit einer “Blue-Note” am Schluss.

Von den großen zu den kleinsten Blasinstrumenten: Das OVH-Flötenquartett brachte mit den brillant interpretierten “Flûtes en Vacances” von Jacques Castérède musikalisch den Frühling auf die Bühne; da zwitscherten die Vögel, da trällerte es lustig und verband sich zum übermütig tänzerischen Walzer.

“Heavy Metal” (Schwermetall) nennt sich das Tubaquartett des OVH, das Einzige der auftretenden Ensembles, das ausschließlich aus Berufsmusikern besteht, die aus dem OVH hervorgegangen sind. Den riesigen Instrumenten entlockten die Musiker nicht nur bayrische Ländlerweisen (“Bavarian Stew" von Rolf Wilhelm), sondern sogar ein Wiegenlied (“Lullaby" von Ingo Luis), um dann mit dem Marsch der Baby-Elefanten von Henry Mancini artgerecht, skurril und lustig ihren Auftritt zu krönen.

Zum Schluss des Konzertes vereinten sich das Posaunenquartett, vier Trompeten, je ein Horn und eine Tuba zum “OVH Blechbläserensemble" und brachten in alter Tradition einen volkstümlichen Marsch zu Gehör: den “Grassauer Zwiefachen" von Jan Koetsier. Der herzliche Beifall ließ die Musiker nicht ohne eine Wiederholung des Marsches vom Podium.

(Westdeutsche Zeitung, 27.03.2001, Marie-Luise Mettlach)

 

Orchesterverein

Aus dem Füllhorn

Am Sonntagabend fand im Haus der Kunst in Burscheid ein Kammerkonzert statt, das in dieser Art und Weise recht selten zu hören ist. Aus dem großen Füllhorn des sinfonischen Blasorchesters des Orchestervereins Hilgen 1912 e.V. hatten sich sieben verschiedene Bläsergruppen unterschiedlicher Zusammensetzung gebildet - an Stelle des großen Orchesters. Grund dafür ist die intensive Probenarbeit des Ensembles für den Weltmusikwettbewerb in Kerkrade (Niederlande). Das wird im Juni sein. Nach dem im vergangenen Jahr zum zweiten Mal errungenen Sieg beim Deutschen Orchesterwettbewerb streben die jungen Musiker nunmehr in der höchsten Wertungsklasse, der Concertafdeling, einen Platz auf dem Siegertreppchen an.

Bemerkenswert ist, dass die Ensembles ihre Vortragswerke für das Kammerkonzert zusätzlich zum normalen Probenbetrieb einstudierten. Von unschätzbarem Wert sind die solistischen Aufgaben der einzelnen Instrumentalisten, die in kleinen Gruppen höchste Konzentration abverlangen. Eine bessere Schulung gibt es nicht.

Zu Beginn nahm auf der mit Blumengebinden hübsch dekorierten Bühne das Oelberger Hornquintett Platz. Mit Richard Wagners und Anton Richters Musik war's nicht so einfach für das Quintett. Gepflegt kam das Zusammenspiel des Klarinettenquintetts mit Bizets Carmen-Ausschnitten daher. Das Ensemble Ansgar Faust mit Klughardts Op.79 ertönte routiniert und sauber. Viel Harmonie schwang im OVH-Posaunenquartett mit Kompositionen von Jan Koetsier und Konagaya mit. Flüssig und präzise flirrte das OVH-Flötenquartett in "Flûtes en Vacances". Imponierend elegant und geschliffen das Spiel der "lnstrumenten-Giganten", dem Tubaquartett Heavy Metal.

Zum Abschluss das gab das OVH-Blechbläserensemble seine Visitenkarte ab: schwungvoll, akzentuiert, einfach klasse. Insgesamt ein Bläser-Kammerkonzert auf hohem Niveau. Dafür gab's entsprechend viel Beifall.

(Kölner Stadt-Anzeiger, 27.03.2001, Robert Dahmen)



 
 

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