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2003
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Neue Leitung
Ensemblekonzert
Orchesterwettbewerb NRW
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Hier finden Sie die Presseartikel über den Orchesterverein aus dem Jahre 2003. Rechts können Sie die verschiedenen Anlässe direkt auswählen.

 


Orchesterverein wieder in festen Händen

Mit der Kölner Dirigentin Silke Löhr (36) hat Deutschlands bestes symphonisches Laienblasorchester eine langfristige musikalische Leitung gefunden.

Von Ekkehard Rüger

Burscheid. Die überraschende Nachricht, war verpackt in eine Konzertankündigung: Am Sonntag, 6. April, veranstaltet der Orchesterverein Hilgen (OVH) in der evangelischen Kirche am Markt ein Ensemblekonzert, in dem sich Musiker des Orchesters in kleinen Gruppen präsentieren. Und das kammermusikalische Projekt wird erstmals von Silke Löhr geleitet. Die 36-jährige Dirigentin aus Köln hat mit Beginn des Jahres die musikalische Leitung des renommierten sinfonischen Blasorchesters übernommen. "Das kam überraschend, dass das jetzt so zusammenpasste", gibt auch OVH-Vorsitzender Wilfried Göckemeyer zu. Seit dem Ausstieg von Johannes Stert im Sommer 1999 hatte das Orchester immer mit wechselnden Dirigenten gearbeitet, zwischenzeitlich auch wieder mit Stert selbst. Ein Name in dem "Dirigenten-Pool" sei seit einem Jahr auch Silke Löhr gewesen. Nicht zuletzt passe der Profimusikerin auch die Dienstagsprobe in den Terminkalender. Göckemeyer: "Wir planen beidseitig die nächste Zeit gemeinsam." Die gebürtige Berlinerin Löhr studierte in Köln und Utrecht, wo sie 1995 auch ihr Konzertexamen ablegte. Meisterkurse führten sie unter anderem zu Kurt Masur und Yuri Ahronovitch, bei Sir Simon Rattle nahm sie Unterricht und wurde auch durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert.
1991 war sie Preisträgerin des Dirigentenforums Hamm/West-falen, 1999 erhielt sie den Förderpreis für Musik des Landes NRW. Dirigierverpflichtungen führten sie unter anderem schon zu den Düsseldorfer Symphonikern, dem WDR Sinfonie-Orchester, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz und der Neubrandenburger Philharmonie. Sie produzierte mehrfach für den WDR und den Niederländischen Rundfunk. Seit 13 Jahren leitet Silke Löhr Orchester und Chor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wurde in diesem Jahr auch zur Akademischen Musikdirektorin der Universität ernannt.

(Westdeutsche Zeitung, 25.03.2003)


Bei Masur und Rattle Meisterkurse belegt

Silke Löhr heisst die neue musikalische Leiterin des Orchestervereins in Burscheid

VON TIM GATTER

Burscheid - Wenn der Orchesterverein Hilgen (OVH), Deutschlands bestes sinfonisches Laienblasor-chester, am Sonntag, 6. April, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche am Markt zu seinem Frühjahrs-Ensemblekonzert einlädt, steht dies erstmals unter dem Dirigat von Silke Löhr. Im Januar hatte die 36-jährige Kölnerin die musikalische Leitung des renommierten sinfonischen Blasorchesters übernommen und mit ihrer langfristigen Verpflichtung den häufigen Dirigentenwechsel beendet. Seit dem Weggang von Johannes Stert im Sommer 1999 mussten die Hilgener immer wieder mit wechselnden Dirigenten arbei-ten. Silke Löhr wurde in Berlin geboren und studierte in Köln und Utrecht, wo sie 1995 ihr Konzert-examen ablegte. Das durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates geförderte Nachwuchstalent belegte Meisterkurse unter anderem bei Kurt Masur und Yuri Ahronovitch und wurde auch von Sir Simon Rattle unterrichtet. 1991 war sie Preisträgerin des Dirigentenforums Hamm in Westfalen und erhielt 1999 den Förderpreis für Musik des Landes NRW.
Seit 13 Jahren leitet Silke Löhr Orchester und Chor der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und wurde in diesem Jahr auch zur Akademischen Musikdirektorin dieser Hochschule ernannt. In ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn wurde sie unter anderem von den Düsseldorfer Symphonikern, dem WDR Sinfonie-Orchester, der Staatsoper Rheinische Philharmonie Koblenz, der Neubrandenburge Philharmonie und den Bergischen Sinfonikern geschätzt.
Über Letztere kam auch die Verbindung zwischen Löhr und dem OVH zustande. Löhr stand seit einem Jahr auf der Wunschliste der vom Verein avisierten Gastdirigenten. Silke Mudlaff vom OVH-Vorstand: "Das ganze Orchester freut sich auf die Zusammenarbeit, die Chemie stimmt."

(Kölner Stadt-Anzeiger, 02.04.2003)



Filmmusik ließ die Kirchenmauern beben

Einmal mehr bestätigte der Orchesterverein Hilgen seinen Ruf als meisterliches Amateurensemble beim Konzert in Burscheids Evangelischer Kirche.

VON KLAUS WINTERBERG

Spannend und abwechslungsreich waren nicht nur die unterschiedlichen Besetzungen, in denen sich der Orchesterverein Hilgen präsentierte, auch das Konzertprogramm ließ an Farbe nichts zu wünschen übrig. Kammermusikalische Formationen kontrastierten mit Bläserbesetzungen von sinfonischen Dimensionen und das musikalische Angebot reichte vom 17. bis ins 20. Jahrhundert: ernste und Unterhaltungsmusik aller Schattierungen, bunt gemischt.
Die Begrüßung übernahm ein Posaunenquartett, zuerst festlich, dann feierlich und schließlich mit einem
unendlich traurigen Traditional-Arrangement. Strawinskys "Bläsersymphonie", mit der Silke Löhr, die neue Leiterin des Orchestervereins, ihren Einstand gab, zeigte sich in gemessener Strenge.
Die Kombination von großen, warmen Klangflächen und bewegten Strukturen, Tempo- und Rhythmuswechsel, gestaltete Löhr ungemein präzise und originell. Die dreiundzwanzig Musiker folgten ihr kompetent, konzentriert und inspiriert. "Lazy Brass" hieß das Tubenquintett, das mit englischen Tänzen und amerikanischer Filmmusik die Kirche erbeben ließ. Und "Atemnot" heißt das Klarinettenquartett, das Piazzollas "Geschichte des Tangos" erzählte. Von Atemnot natürlich keine Spur. Das Ensemble zeigte lustvolles, gekonntes Musizieren,alles, was man sich an Temperament und Melancholie erträumen konnte.
Das "Tiefholz-Quartett" stand da kaum nach. Dafür sorgte schon Martin Mudlaff mit seinen Klarinetten. Und mit zwei lustigen Märschen qualifizierte es sich als Botschafter des Humors. Den weitesten musikalischen Weg legte das Saxophonquartett zurück: von Volksliedchen, die mehr durch ihre Bekanntheit überzeugten, und eine erstaunlich gelungene Bach-Kurzfassung liefen sie mit "Saxafrass", einem Jazz-Original, zur Höchstform auf. Zum guten Ausklang musizierten Silke Löhr und ein großes Ensemble Dvoräks "Bläserserenade" in voller Länge und Schönheit. Bei ihrer Auffassung zu Dynamik und Tempogestaltung und bei der gefühlvollen und disziplinierten Umsetzung durch die Musiker, konnte man sich Brahms' begeistertem "schönen erquickenden Eindruck"" gut anschließen. Ein langes, aber kurzweiliges Konzert.

(Kölner Stadt-Anzeiger, 08.04.2003)


Aus vielen Ensembles entsteht ein Bild vom OVH

Der Orchesterverein gab in verschiedenen Ensembles einen Eindruck von seiner Vielseitigkeit. Die neue Dirigentin Silke Löhr führte sich sehr überzeugend ein.

Von Marie-Luise Mettlach

Burscheid. In verschiedenen Formationen, aber doch eigentlich "fast komplett", so Vorsitzender Wilfried Göckemeyer, war der Orchesterverein Hilgen beim Ensemblekonzert in der evangeli-schen Kirche vertreten und stellte dabei auch seine neue Dirigentin Silke Löhr vor. Einige Gruppierungen sind schon des Öfteren mit eigenen Konzerten an die Öffentlichkeit getreten, andere haben sich für dieses spezielle Konzert zusammengefunden. Dem Kirchenraum mögen die eingangs vom Posaunenquartett mit weichem Ton und schön abgestufter Dynamik vorgetragenen Werke des 16./17. Jahrhunderts (von Johann Hermann Schein, Melchior, Franck und aus England), alle für Bläser arrangiert, vielleicht am vertrautesten geklungen haben. Ein Tubenquartett (eigentlich waren es fünf Musiker!) überraschte bei der Interpretation dreier Renaissance-Tänze von Anthony Haiborne mit sattem Klang und einer tänzerischen Leichtigkeit, die man den gewichtigen Instrumenten nicht zutrauen möchte. Die gesicherten Gefilde vertrauter Klänge verließ das Ensemble dann bei dem Tongemälde "Cherokee" des amerikanischen Komponisten John Schooley (geb. 1943), worin besonders die lyrischen Passagen gefielen.
Das Klarinettenquartett "Atemnot" ist den Burscheider Musikfreunden - und nicht nur diesen - schon seit längeren durch seine Auftritte bekannt. Mit der "Histoire du Tango" des in Argentinien geborenen Astor Piazzolla (1921-1992) stellte es erneut seine hohen, in Technik und Musikalität fast professionellen Qualitäten unter Beweis. Ob melodisch und melancholisch, ob übermütig oder getragen, ob verwegen oder ganz still: Die vier Sätze des Werkes, das ursprünglich für Flöte und Gitarre geschrieben wurde, gestaltete das Ensemble mit faszinierender Präzision, Virtuosität und musikalischer Einfühlungskraft.
Märchen und Volksliedchen, eine Bach-Bearbeitung und ein Arrangement des "The Man I Love" von George Gershwin stellte das Saxophonquartett vor und das "Tiefholz"-Ensemble, gebildet aus zwei Klarinetten und zwei Fagotti, brachte mit einem hingetupften "Marionettenmarsch" von Charles Gounod und "Heinzelmännchens Wachtparade" von Kurt Noack zwei Stücke leichteren Charakters zu Gehör. Die dem Letzteren vorangestellte Rezitation des auf den OVH umgedichteten "Heinzelmännchen"-Gedichtes ("Sie würden für uns hier schwitzen, während wir schon bei Bier und Pizza sitzen") sorgte dabei für Heiterkeit. Die größte Formation des Konzertes stellte das "Ensemble OVH" dar, ein veritables kleines Blasorchester unter der subtilen, geschmeidigen und exakten Leitung der neuen Dirigentin. Die Originalkomposition "Symphonies d'instruments a vent" von Igor Strawinsky stellte an die Musiker hohe, weitgehend auch solistische Anforderungen. Silke Löhr gelang es, die Stimmungswechsel deutlich zu machen, so dass vom ersten bis zum letzten Ton ein Spannungsbogen verlief und die Musiker in den Klangfarben schwelgen konnten.
Mit der Bläserserenade von Antonin Dvorak schloss das Konzert. Silke Löhr gestaltete das Werk wie aus einem GUSS, ließ aus ausgiebigen ritartandi und häufigem Zurückgehen ins absolute piano den Klang aufblühen und sich erströmen. Auffallend die vielen pianissimi - sie gaben dem Ganzen einen eher lyrischen als aggressiven Charakter. Silke Löhr lockt auch optisch quasi die Musik aus den Instrumenten heraus: aus den weichen, gesanglichen Oboen ebenso wie aus den stark geforderten Hörnern. Mit einem farbenfrohen Mohnblumenstrauß wurde sie - und mit einer Mohnblume alle Musikerinnen - dann unter dem begeisterten Beifall der Zuhörer geehrt.

(Westdeutsche Zeitung, 08.04.2003)



Orchesterverein wurde zum fünften mal Landesmeister

Der Orchesterverein Hilgen (OVH) unter der Leitung von Silke Löhr verteidigte den Titel des Landesmeisters zum fünften Mal in Folge. Nächstes Konzert erst am 11. Januar in Opladen.

Hilgen. Die Worte der Jury sprachen eine deutliche Sprache: "Es hat uns viel Freude bereitet, Ihrem Vortrag zuzuhören." Mit 24,4 von 25 möglichen Punkten honorierte sie den Auftritt des Orchestervereins Hilgen entsprechend. Damit ging der OVH mit einem deutlichen Abstand von drei Punkten zum zweit platzier-ten Blasorchester der Musikschule Dortmund (21,4 Punkte) als Sieger aus der Landesausscheidung zum 6. Deutschen Orchesterwettbewerb und damit als Vertreter Nordrhein-Westfalens beim Bundeswettbewerb in Osnabrück vom 15. bis 23. Mai 2004 hervor. Dort will man versuchen, den Titel als bestes deutsches Laienblasorchester zum dritten Mal in Folge zu erlangen. Am Samstag, 4. Oktober, fanden in der Stadthalle Wuppertal die Wertungsspiele in der Kategorie "B1 Blasorchester" statt. Neben dem OVH hatten sich weitere sechs Orchester aus Nordrhein-Westfalen der Jury zum Vergleich gestellt. Als Pflichtstück spielte der Orchesterverein "Variationen" über ein Thema von Robert Schumann ("Der fröhliche Landmann") des amerikanischen Komponisten Robert Jager, als Wahlstück die vierte Symphonie von Alfred Reed (ebenfalls USA). Sie war das Pflichtstück in der Konzertklasse des Kerkrader Weltmusikwettbewerbs 1993, der Klasse, in der der OVH 2001 als erstes deutsches Orchester teilnehmen konnte. Die "Variationen" konnte man bereits beim Serenadenkonzert 2003 auf dem Platz vor der evangelischen Kirche Burscheid hören. Mit diesem Wettbewerbserfolg setzt sich die erst im Januar 2003 begonnene fruchtbare Zusammenarbeit mit der Kölner Dirigentin Silke Löhr fort, die sich bislang in einem gelungenen Ensemblekonzert (April) sowie dem stimmungsvollen Serenadenkonzert (Juli) zeigte. Ebenso wäre die Orchesterleistung nicht möglich gewesen ohne das enorme Engagement aller Musikerinnen und Musiker, die neben den wöchentlichen Hauptproben zusätzlich an mehreren Wochenenden und sogar in der Sommerpause probten. Das erfolgreiche Wochenende wurde abgerundet durch die Tatsache, dass erstmals seit vielen Jahren das Kinderorchester und das Jugendblasorchester der Jugend- und Volksmusikschule Burscheid unter der Leitung von Thomas Sieger wieder an diesem Wettbewerb teilnahmen und ebenfalls starke Leistungen zeigten. Wer den Orchesterverein demnächst im Konzert erleben möchte, kann dies beim Neujahrskonzert am 11. Januar 2004 in der Festhalle Opladen, Am Marktplatz, tun.
Oder man reist mit dem OVH im nächsten Mai zum Bundeswettbewerb nach Osnabrück - die Wertungsspiele sind nämlich immer bei freiem Eintritt öffentlich zugänglich.

(Wochenpost, 15.10.2003)




 
 

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