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2005 - Landesgartenschau
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Musik und Milchreis im Gepäck

Die Burscheider hatten an alles gedacht bei ihrem Tagesausflug nach Leverkusen

von Stefan Andres

Die Musikstadt Burscheid präsentierte sich auf der Landesgartenschau mit klingendem Programm.


Das Bergische Land hielt Einzug, wo es neuerdings auch in Leverkusen am Rhein so schön ist: Die Nachbarstadt Burscheid präsentierte sich auf der Landesgartenschau, und der Duft von Reibekuchen und Kottenwurst sowie von Waffeln und Reis von der berühmten Bergischen Kaffeetafel waberte durch die Sparkassen-Arena. Dazu erklang heimatliche Musik: Die Stadt Burscheid legte ihr bergisches Potenzial in die Waagschale und unterhielt damit die Laga-Besucher am vergangenen Samstag mit einem runden Programm. Von den knapp 20 000 Burscheider Einwohnern waren alleine 800 an der Vorbereitung und Durchführung des Burscheid-Tags beteiligt, viele der übrigen rund 19 000, so schien es, machten sich am Samstag auf den Weg, um sich umzusehen auf der Landesgartenschau ihrer Nachbarstadt.

Heinz Allmeroth war einer von ihnen: „80 Prozent von denen sind aus Burscheid“, zeigte er auf die gut besetzten Sitzreihen vor der Bühne. Er selbst sei bereits viele Male auf der Laga gewesen, habe aber stets das eher mangelhafte gastronomische Angebot bedauert. Heute biss er genüsslich in den dick mit Milchreis bestrichenen bergischen Stuten, den die Bäckerei Kretzer zubereitet hatte. Die Freiwillige Feuerwehr Burscheid, die auch eine spektakuläre Übung vorstellte und die technische Organisation des Tages übernahm, hatte dazu ihre Gulaschkanone bereitgestellt, in der der Milchreis warm gehalten wurde. Tief enttäuscht war die kleine Julia Müller, die sich so auf bergische Waffeln gefreut hatte, die um 17 Uhr aber wegen des reißenden Absatzes bereits ausverkauft waren: „Oooch“, machte sie ihrem Unbehagen Luft.

Britt Kunert und Dirk Runge von der Stadtverwaltung freuten sich vor allem über die gemeinschaftliche Organisation der Burscheider: „Der Zusammenhalt ist großartig. Fast alle Vereine, Kindergärten und Schulen haben sich beteiligt, dazu unsere Direktvermarkter und die Stadtverwaltung.“ Der Burscheid-Tag sei eine Generalprobe für das Stadtfest, das die Stadt im kommenden Sommer aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Stadt Burscheid feiert.

Den ganzen Tag von 10.30 bis 18 Uhr musizierten verschiedene Gruppen und festigten Burscheids Ruf als „Musikstadt im Bergischen“: Von der Singschule Dürscheid über den Gospelchor der Evangelischen Realschule, der rockigen Band „Youngblood“ vom Jugendzentrum Megaphon sowie dem Blechbläserensemble des mehrfach als bestes deutsches Laienorchester prämierten Orchestervereins Hilgen (OVH), dazu Folkloretänze des Turnerbundes Großösinghausen, der Turngemeinschaft Hilgen, der Burscheider Turngemeinschaft und der Bergischen Spatzen. Moderiert wurde der Tag von dem Burscheider Mark Kühler, bekannt als Moderator der Vox-Sendung „Wohnen nach Wunsch“. Und 2000 Luftballons in den Stadtfarben Grün und Weiß schmückten das Gelände.

Acht Kindertagesstätten und Kindergärten verkauften selbst gemachte Kekse und Marmelade und informierten über ihre Arbeit. Viele Kinder ließen sich dort auch schminken, darunter Freya (4) und Solveig Schulte (7), die mit ihren Eltern aus Wolperath bei Siegburg auf der Laga vorbeigeschaut hatten. Freya ließ sich einen Schmetterling aufmalen, Solveig war anschließend eine Sternenfee. Nach mehr als 50 geschminkten Kindern hatte Kindergärtnerin Nadine Treskow selbst einigen Flitter im Gesicht, noch lange aber nicht die Lust verloren.

Mit dem „Partybus“ war Busfahrerin Magdalena Hrovat vorgefahren, davor verfeinerten Abgesandte der luxemburgischen Partnerstadt Bourscheid die Bergischen Spezialitätenangebote von Metzger Uwe Nickut mit Riesling-Wein und köstlicher Pastete. Der Burscheider Schützenverein, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, hatte eine Laser-Schießanlage der Jugendabteilung mitgebracht, auf der Kinder- und Jugendliche ihre Geschicklichkeit testen konnten: Max Johannes (12) und Christian Kicker (13) aus Burscheid trafen jeweils alle Fünfe.

Seine bislang weiteste Tour hatte der noch junge Burscheider Bürgerbus von Ernst-Peter Hachenberg unternommen, die Kolpingsfamilie Burscheid stellte sich und ihr Tansania-Projekt vor, und die Evangelische Realschule hatte die Geschichte der Linde, deren drei Blätter das Stadtwappen der „Lindenstadt Burscheid“ schmücken, erkundet und, neben Lindenblütentee, ein Informationsblatt zur Linde verteilt, das Schüler Manuel Hanisch unter Anleitung von Lehrerin Christa Engstenberg angefertigt hatte.

Die zwölfjährige Wiebke Harwardt lauschte derweil im Berbatov-Trikot per Radio dem Fortgang der Partie der Leverkusener Kicker in Bremen, die Brüder Bence (11) und Markus (13) informierten sich zwischen „Schießen und Musikhören“ regelmäßig bei ihr nach dem Spielstand. Auch Landesgartenschau-Geschäftsführer Hans-Max Deutschle schaute sich in Begleitung seiner Ehefrau bei den Burscheidern um: „Ich finde das schön, dass sich hier auch unsere Nachbarstädte präsentieren. Wir wollen hier ja alle gemeinsam etwas auf die Beine stellen.“ Bei den Burscheider Erzeugern hat er gleich seinen Wochenendbedarf gedeckt: Äpfel, Wurst sowie Käse vom Thomashof hatte er eingekauft und in großen Tüten bei sich. „Das Wochenende ist gerettet“, zwinkerte er.

Kölner Stadt-Anzeiger, 26.09.05


Die Stadt von ihrer besten Seite

Burscheid-Tag auf der Landesgartenschau.

Burscheid. "Burscheid wird sich an diesem Tag von seiner besten Seite zeigen und sicher den einen oder anderen Besucher anlocken, sich unsere Stadt einmal näher zu betrachten", sieht Bürgermeister Hans Dieter Kahrl in der Teilnahme an der Landesgartenschau (Laga) mit einem Burscheid-Tag eine "Riesen-Chance". Tausende könnten sich ein Bild machen von der Stadt. Im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne geht der Burscheid Tag am 24. September von 15 bis 20 Uhr. Verwaltungsmitarbeiterin Britt Kunert hat mit den Laga-Verantwortlichen die Nutzung der großen Arena-Bühne auf dem Gelände vereinbaren können. Rund um die überdachte Open-Air-Bühne und darauf selbst wird das Programm durch Burscheider Vereine gestaltet. Die Nutzung kostet nichts.

Zurzeit haben sich sieben Musik- und eine Tanzgruppe für die Präsentation der Musikstadt des Bergischen Landes angemeldet. Darunter auch das Burscheider Aushängeschild, der Orchesterverein Hilgen (OVH) mit einem Blechbläserensemble. Die Jugendmusikschule, die Bergischen Spatzen und der Kinderchor der Singschule Dürscheid wollen zeigen, dass auch schon die jüngsten Musiker in Burscheid einiges zu bieten haben. Das Jugendzentrum Megaphon schickt für die Burscheider Jugendlichen die Gruppe Youngblood ins Rennen. Die Evangelische Realschule hat sich mit dem Schulchor und dem Gospelchor angekündigt. Und der Männergesangverein Dürscheid will zeigen, dass auch die Chöre in Burscheid eine lange Tradition haben. Wortgewandt präsentiert werden soll der Ablauf von dem Fernsehmoderator Ralf Kühler ("Echt lecker!"). Der OVH wird zudem am 4. und 5. Juni (18 bis 20.30 Uhr) die Oper Carmina Burana mitgestalten.

Neben der Bühne will sich Burscheid als Stadt zum "Wohnen, Wirtschaften, Wohlfühlen" präsentieren. Kulturverein, Kindergärten, Rotes Kreuz, die BTG, eine TBÖ-Kindertanzgruppe, der Stadtsportverband und viele mehr zeigen ihre Aktivitäten an verschiedenen Ständen. Abgerundet wird das Bild durch die Direktvermarkter Gut Engelrath, Thomashof, Mönchhof, Metzgerei Nickut, Gärtnerei Höpken und Grünscheider Hof, die ihre Produkte vorstellen werden.

Westdeutsche Zeitung, 28.03.05

 



 
 

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