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2005 - Carmina Burana
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"Carmina Burana" von Carl Orff


von Carola Siedentop, 14, Jahre, aus Köln

Die "Carmina Burana" von Carl Orff (1895 - 1982) wurde auf der Landesgartenschau in Leverkusen am 04.06. und 05.06.05 vom Leverkusener Bachchor, den Kinderchören Leichlingen und Opladen und vom Figuralchor von Leichlingen aufgeführt. Außerdem waren eine Ballettkompanie aus Leverkusen und der Orchesterverein Hilgen mit dabei. Der Gesamteindruck war überwältigend - die Musik mal laut und pompös, mal nur Chorgesang. Die Tänzer und Tänzerinnen waren ungefähr 5 - 18 Jahre alt und alle ziemlich gut. Sie tanzten eine Mischung aus klassischem und modernem Ballett.

Die Handlung der Choreografien konnte ich nicht genau interpretieren, aber ich glaube, das musste man auch nicht. Die lebhaften Tanzstellen gefielen mir am besten. Die Choreografien passten gut zu der nahezu perfekt gespielten Musik von Orchester und Chor. Die Abstimmung der Tänzer(innen) war nicht ganz so perfekt. Doch das Gesamtbild war so schön, dass es durch diese kleinen Fehler nicht wirklich beeinträchtigt wurde. Also konnte ich die Aufführung so richtig genießen.

Ein Beitrag der Kulturnauten - www.kulturnauten.de

 

Tapfere Tänzer auf der überschwemmten Bühne

von Klaus Winterberg

Carl Orffs „Carmina Burana“ erlebten in der Landesgartenschau als szenische Freiluftaufführung einen sensationellen Erfolg.

Der Himmel über den Rheinwiesen konnte sich nicht so recht entscheiden, ob er sonnig lachen oder regnerisch weinen sollte. Und auch die Temperaturen waren so gar nicht nach Juni. Das alles konnte die große Zahl von Besuchern nicht abhalten, die vorsorglich mit Friesennerzen und Schirmen bewaffnet zur Gala-Aufführung in der Laga gekommen waren - und auch im Regen ausharrten. Die tapferen Tänzer auf der manchmal überschwemmten Bühne hatten da mehr als Vorbildfunktion. Man kennt sie ja, die frechen und kritischen Gedichte aus Beuren, die Orff so genial vertont hat - aus Konzerten, aus dem Radio, von der Platte. Aber das, was ein Großaufgebot von Sängern, Instrumentalisten und Tänzern auf der Rheinbühne der Landesgartenschau mit den „Carmina“ machte, war ein völlig neues, aufregend schönes Ereignis, für das allen Mitwirkenden Dank und höchste Anerkennung ausgesprochen werden muss: dem Leverkusener Bachchor, dem Figuralchor Leichlingen, einem Kinderchor, dem Orchesterverein Burscheid-Hilgen, den Gesangssolisten, den Dirigenten Bettina Strübel und Michael Porr, die sich die musikalische Leitung geteilt hatten, Suheyla Ferwer, die sich für die Ballettcompagnie des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums eine zauberhafte Choreografie erdacht hatte, und auch Pit Lenz, dessen einfühlsame Tonregie ganz meisterlich Wind und Wetter zu trotzen verstand.

Orff hätte sicherlich seine helle Freude an diesem prächtigen Spektakel gehabt, das sich da dem Publikum als Gesamtkunstwerk darbot: ein Fest von praller Sinnlichkeit für Ohren und Augen. Schon die Entscheidung für eine Blasorchester-Version der „Carmina“ erwies sich als Glücksfall, den die Burscheider Bläser markant und bestens gelaunt zu nutzen wussten. Die Chöre, akribisch vorbereitet, standen an rhythmischem Temperament und Intonationsstärke den Orchesterkollegen in nichts nach, gleich ob sie dem Frühling, der Liebe oder der Glücksgöttin huldigten. Und die Männer wuchsen „In taberna“ glatt über sich hinaus. Von den Solistenleistungen wird der Klagegesang des zu verzehrenden Schwans noch lange im Gedächtnis haften.

All das war vertraut, vielleicht nicht in dieser Qualität, aber immerhin. Aber dann kam das mitreißend Neue dazu, die tänzerische Illustration der Gedichte. Suheyla Ferwers Choreographie hatte es beglückend verstanden, zum einen in Bildern nachzuerzählen, zum anderen die Phantasie der Zuschauer schweifen zu lassen. Ihre Compagnie, faszinierend geschmackvoll kostümiert, ließ dann die Grenzen zwischen Amateur- und Profitanz ebenso glückhaft verfließen - sie hätte einen eigenen Bericht verdient. Wie aus einem überquellenden Füllhorn ließ die launische, türkisfarbene Fortuna die tänzerischen Highlights fließen: fröhlich, sentimental, burlesk, erotisch.

Dass sich unter ihren Gaben auch zwei Regengüsse befanden, tat der eisernen Disziplin der Truppe keinen Abbruch, ja sie beflügelte sie sogar zu witzigen Extempores. Den Jubel über die Aufführung konnte aber auch das Wetter nicht dämpfen.

Kölner Stadtanzeiger, 06.06.2005


Magische Bilder zum Gesang an Fortuna

Von Almuth Masche

Trotz zum Teil widriger Umstände gelang auf dem Landesgartenschau-Gelände eine mitreißende Carmina-Burana-Aufführung unter Beteiligung des OVH.

Leverkusen. Wenn es angesichts der überbordenden Nässe nicht paradox klänge, hätte man am Samstag von einer Art Feuertaufe für die jungen Tänzerinnen und Tänzer sprechen können: Auf der EVL-Bühne der Landesgartenschau tanzte die Ballettcompagnie des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums souverän und engagiert unter zeitweilig erheblich erschwerten Aufführungsbedingungen.

Der Orchesterverein Hilgen spielte Carl Orffs Carmina Burana, die "Lieder aus Benediktbäuren", in einer für symphonisches Blasorchester bearbeiteten Fassung; es sangen der Figuralchor der Evangelischen Kantorei aus Leichlingen, der Leverkusener Bachchor und Kinderchöre aus Leichlingen und Opladen unter der Leitung von Bettina Strübel (am Sonntag dirigierte Michael Porr).

Auch wenn man die Carmina Burana noch so oft gehört hat, lässt ihre Anziehungskraft nicht nach: Der Eingangs- und Schlussgesang, gerichtet an Fortuna, Göttin des Glückes und des Schicksals, reißt uns mit, der komisch jammernde Gesang des gebratenen Schwans entzückt uns; wie lebendig ist der spottende Zuruf an die Liebende, ihr Geliebter sei weggeritten und habe sie allein gelassen; uns fasziniert der drängende Rhythmus des witzigen "In taberna quando sumus" nein, wer da nicht alles trinkt!

Der große Gesamtchor sang diese und die anderen Lieder des weltlichen Oratoriums wunderbar nuanciert. Gemeinsam mit dem bekannt guten Blasorchester setzte man jeden Hinweis der Dirigentin präzise um. Auch die großartigen Solisten erfüllten ihre Rollen mit Leben: Insun Min, Sopran; Andreas Fischer, Tenor; Raphael Schwarzer, Bariton.

Manchen Zuhörer mochte die ständige Anwesenheit einiger oder aller Tänzer auf der Bühne in seiner Konzentration auf die Musik gestört haben. Man sollte aber bedenken, dass Carl Orff durchaus "magische Bilder" als Begleitung der Musik wünschte. Die hier durch das Ballett dargestellten Szenen ergaben sich zunächst aus dem "O Fortuna"-Lied, entwickelten sich aber selbstständig weiter: Menschen sind doch nicht unbedingt Marionetten des Schicksals; sie behalten ihre Persönlichkeit, erleben und erleiden ihre Liebe und können sich auch mit ihrem Los aussöhnen.

Die jungen Tänzer und Tänzerinnen zeigten beeindruckendes Können und ließen sich durch den mitunter recht kräftigen Regen nicht beirren. Die vielen Zuhörer dankten mit begeistertem Beifall für die gelungene Aufführung.

Westdeutsche Zeitung, 06.06.05



 
 

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