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2005 - Ensemblekonzert Witzhelden
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Musikalische Vielfalt im Programm

Von Jan Sting

Das Bläserensemble des symphonischen Orchestervereins Hilgen war zu Gast in der evanglischen Kirche in Witzhelden. Die Sommerserenaden in Witzhelden klangen nun mit dem Auftritt des Blech- und Holzbläserensembles des Orchestervereins Hilgen aus.

Witzhelden - Der Sommer ist vorbei - zumindest was die Witzheldener Sommerserenaden betrifft, die in diesem Jahr mit dem Konzert des Orchestervereins Hilgen ausklangen. Erstmals musizierten Mitglieder des symphonischen Blasorchesters aus der Nachbarstadt Burscheid in der Evangelischen Kirche am Marktplatz. Die Veranstalter der Serenaden, das sind der Verkehrs- und Verschönerungsverein Witzhelden, das Leichlinger Kulturamt und die Kulturstiftung der Stadtsparkasse Leichlingen und der Kreissparkasse Köln, haben die Reihe wieder gut gemischt. Man ist offen für Neues, bringt eine musikalische Vielfalt ins Programm und würdigt Ensembles aus ganz Europa. Sei es aus Griechenland oder der nahen Region.

Dieser Aspekt ist wichtig, denn ansonsten laufen Veranstalter Gefahr, dass man ihnen vorwirft, elitär zu sein und nur von außen zu kaufen. Doch so viele Auszeichnungen das symphonische Blasorchester auch mitbringen mag - es ist ein Laienorchester, und angesichts der sehr hohen Messlatte, die vorher das griechische Ensemble Affeti Musicali oder das Duo Surprise mit der Harfinistin Ulla van Daelen und Urs Fuchs (Bass und Percussion) gesetzt haben, wirkte der Orchesterverein phasenweise etwas schwerfällig. Technisch ist der Standard hoch, doch hie und da wünscht man sich dann doch etwas mehr Originalität und individuellen Pfiff von den Blech- und Holzbläsern.

Wie Martin Mudlaff, der Vorsitzende des Orchesters, erklärte, haben sich manche Formationen speziell für dieses Konzert zusammengesetzt. Für den Werkstattcharakter mag das nützlich sein, doch die drei Fugen über ein Thema von Johann Sebastian Bach, welche Clara Schumann einmal für Klavier komponierte, waren kammermusikalisch noch nicht ausgegoren, man hätte mehr aufeinander eingehen und den Klang ausgewogener gestalten können. Das Arrangement für ein Holzbläserquartett stammte vom Fagottisten Rainer Schottstädt, der an dem Abend zudem fünf Sätze aus Carl Orffs „Carmina Burana“ dirigierte. Eingangs gab es Intonationsprobleme.

Ebenfalls beim Klarinettenquintett aus Mozarts Divertimento „Don Giovanni“ handelt es sich um ein Arrangement Schottstädts. Hier wiederum überzeugte das Zusammenspiel, und das Zuhören machte Spaß. Auch das Blech bildet eine homogene Gruppe, so dass die Renaissance-Musik mit Tuba, Posaune, Horn und Trompeten gut ins Bild der Sommerserenaden passte. Einen Tribut an die Moderne zollte Dirk Heidtfeld mit den drei Stücken für Soloklarinette von Igor Strawinsky - gewitzt, humorvoll und virtuos.

Kölner Stadtanzeiger, 14.07.2005


Die Musik von Carl Orff näher gebracht

Der Orchesterverein Hilgen gab am Dienstagabend das Abschluss-Konzert der Witzheldener Sommer-Serenaden in der Evangelischen Kirche.

Von Ursula Hellmann

Witzhelden. Kommentar einer Zuhörerin nach dem Abschluss­-Konzert der Witzheldener Sommer-Serenaden: „Ich konnte der Orffschen Musik bisher nichts abgewinnen, aber in der Instrumentierung, wie sie der Orches­terverein Hilgen sie diesmal gebracht hat, ist sie mir ein ganzes Stück näher gekommen."

Nach dem zum Teil von sehr weit her stammenden Interpreten der ersten Teile des Serenaden­-Zyklus, war es terminlich endlich einmal gelungen, ein Ensemble aus nächster Nähe zu verpflich­ten. Unter der Leitung von Rainer Schottstädt erklangen am Diens­tagabend in der Evangelischen Kirche Witzhelden Tonsätze von Orff über Strawinsky und Clara Schumann bis Mozart und dem „berühmten" Komponisten „Ano­nymus" wie es in der humorvol­len Ankündigung hieß.

Dirigent Rainer Schottstädt gehört dem Kölner Gürzenich-Or­chester als Solo-Fagottist an. Er setzte die Damen und Herren des OVH in abwechselnder Formati­on ein. Da alle Mitglieder des OVH auch in mehreren anderen Ensembles aktiv sind, machen ih­nen spontane Gruppierungen keine Schwierigkeiten.

Solist Dirk Heidtfeld ließ mit seiner Klarinette drei sperrige Stücke von Strawinsky lebendig werden. Die ausgezeichnete Akustik des „Alten vom Berge" kam besonders den Klängen des Bläserquintetts zugute.

Der Orchesterverein Hilgen zählt etwa 60 aktive Musiker. Er ist das erfolgreichste Laien-Blas­orchester Deutschlands. Er belegt seit Jahren erste Plätze bei Bun­des- und Landeswettbewerben. Höhepunkte seiner Aufführun­gen waren eine Konzertreise nach Brasilien im vergangenen Jahr und die Teilnahme am Welt­musikfestival in Kerkrade. Auch auf der Landesgartenschau in Le­verkusen war der OVH vertreten. Die meisten Mitglieder sind in Burscheid zu Hause, der zweite Vorsitzende Wilfried Göckemeyer ist im Augenblick der einzige so genannte Ur-Witzheldener der musikalischen Gruppierung.

Auch Besucher aus Köln dabei

Nach einer kleinen Umfrage ziehen die Sommer-Serenaden nicht nur Besucher aus nächster Nähe an: Neben Solinger Gästen waren auch Besucher aus Köln gekommen. Auch für das kom­mende Jahr ist ein ähnlicher Veranstaltungs-Zyklus geplant, wie zum Ausklang vom Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschöne­rungsverein, Ulrich Braun, be­kannt gemacht wurde.

Westdeutsche Zeitung, 14.07.2005


 
 

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