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Bläserwind durchweht die Kirchenkurve

Hunderte pilgern zum Serenadenkonzert des Orchestervereins Hilgen und suchen dort den Schatten der Bäume und Häuser. Den Musikus-Auftritt rettet ein Einbruch.

Burscheid. Das Publikum beim 3. Serenadenkonzert des Orchestervereins Hilgen (OVH) ist gespalten. Das hat nichts mit der musikalischen Leistung des dreifachen deutschen Meisters zu tun. Aber die Frühsommersonne schlägt in der Kirchenkurve eine Schneise zwischen Sonnenhungrigen und Schattenflüchtlingen. Der gähnend leere Raum dazwischen täuscht darüber hinweg, dass es sich wieder Hunderte nicht nehmen lassen wollen, Burscheids beste Bläser unter freiem Himmel zu genießen.

Serenadenkonzert20062003 und 2004 hatte Silke Löhr am Dirigentenpult gestanden, diesmal ist es wieder Johannes Stert. Der war auch hier in der Kirchenkurve schon einmal verabschiedet worden. Aber wie oft ist das jetzt eigentlich schon der Fall gewesen? Stert und der OVH können einfach nicht voneinander lassen und warum sollten sie auch?

Im gleißenden Sonnenlicht lassen die schwitzenden Musiker und ihr Dirigent wieder viele Facetten ihres gemeinsamen breiten Könnens aufblitzen: Bigband-Schmiss, hymnische Bläserwucht, tänzerische Walzerleichtigkeit ja, und dann dieser eine Satz aus dem Saxofonkonzert von Ronald Binge: "Romanze" heißt er und das Saxofon von Bernhard Heinl trägt uns für einen Moment fort an ferne Orte unserer Sehnsucht.

Dazwischen, vielleicht insgesamt ein bisschen viel, wird auch immer wieder geredet: Heinl führt mit Informationen zu den Stücken durch das Programm, Vorsitzender Martin Mudlaff umreißt den Vierfachzweck des Auftritts (Auftakt zum Kultursommer in der Kirchenkurve, Beitrag zum Stadtjubiläum, Teil 2 des Musikus-Projekts und Glückwunsch an den Ex-Dirigenten Berthold Haas) und gratuliert anschließend dem jetzt 80-jährigen Haas wie auch dem einstigen Kassenwart Günter Plasberg (75).

Später wird dann auch das Musikus-Projekt ausgiebig gewürdigt, das erst am Samstag gestartet war. Da ist der zweite Teil des Konzerts längst im Gange, eingeleitet vom Kinderund dann vom Jugendorchester der Musikschule, das fortan auch die Reihen des OVH ergänzt.SerenadeMusikus

Dass die Musikus-Kinder, wegen denen das Konzert in den Nachmittagsstunden angesetzt worden war, überhaupt mit dabei sein können, haben sie der Räuber-Hotzenplotz-Energie ihres Bürgermeisters zu verdanken. Denn ihre Rhythmus-Instrumente waren tags zuvor in der Hauptschule vergessen worden. Doch als das Missgeschick kurz vor Konzertbeginn bemerkt wird, lässt sich der Schlüssel zum Abschalten der Alarmanlage in der Schnelle nicht mehr auftreiben.

Aber Hans Dieter Kahrl schreckt nicht davor zurück, dennoch in die Schule einzudringen und dabei Alarm auszulösen. Die Wachund Schließgesellschaft hatte er allerdings vorher noch über seinen Plan informiert.

So wendet sich alles zum Besten, auch wenn das sonnenTel. ermattete Publikum beim Applaus vor den Zugaben den eigentlich angebrachten Enthusiasmus etwas vermissen lässt. Die Kirchenkurve hat im frischen Bläserwind trotzdem bewiesen, dass sie mehr kann als vor sich hin zu dämmern

12.06.06, Von Ekkehard Rüger

 

Sommer, Sonne, Serenade

Dem dritten Open-Air-Konzert des Orchestervereins Hilgen lauschten Hunderte von Besuchern.Trotz gleißender Sonne spielten die Musiker des Orchestervereins Hilgen in der Kirchenkurve eine gelungene Serenade.

Burscheid - Von der Leichtigkeit der Musik lebte das dritte Serenadenkonzert des Orchestervereins Hilgen (OVH) am Sonntagnachmittag in der Kirchenkurve - und vom Können und Temperament seiner Musiker. Zwar brachte das erste Stück, Bruchmanns „Tanzende Fontänen“, dem zahlreich erschienenen Publikum kaum Kühlung in praller Sonne. Doch erging es den Besuchern, die keinen schattigen Platz ergattert hatten, nicht besser als den Musikern - der bestens gelaunte Johannes Stert dirigierte mit Sonnenbrille.Serenade20062
Mehrere hundert Zuhörer in leicht-duftiger Sommerkleidung waren der Einladung zu Burscheids Naturbühne gefolgt. Mit der ausgeklügelten Mischung aus Klassik, Moderne, Jazz, Flamenco und Marsch versetzte der OVH seine Gäste in eine regelrechte Urlaubsstimmung. Das konnten selbst die hin und wieder durch die gesperrte Kirchenkurve sausenden Radler nicht ändern. Der Vorsitzende Martin Mudlaff erinnerte beim Auftakt zum „Kultursommer in der Kirchenkurve“ an die Premiere des integrierten „Musikus-Projektes“ - die Kinder spielten später mit dem OVH unter großem Beifall auch die „Pizzicato Polka“ von Johann und Josef Strauss.

Instrumente vergessen

Dass die Mädchen und Jungen ihre bei der Musikus-Veranstaltung in der Hauptschule vergessenen Rhythmus-Instrumente präsentieren konnten, verdankten sie der raschen Hilfe des ersten Bürgers der Stadt: Hans Dieter Kahrl sorgte unkonventionell für die rechtzeitige Wiederbeschaffung. Ebenfalls nach der Pause zeigte das Jugendorchester der Musikschule, dass es sich zu Recht als Talentschmiede für den OVH verstehen kann. Neben Mudlaff sorgte Saxofonist Bernhard Heinl für erklärende Zwischentexte.

Stehenden Beifall gab's und als Zugabe einen herrlichen „Florentiner Marsch“. Als die Zeit für kühle Getränke begann, lobte der Bürgermeister den OVH als „Geschichte, die fortgeschrieben werden muss.“ Umlagert auch Johannes Stert: Der war vor einigen Jahren in der Kirchenkurve als Dirigent verabschiedet worden - zu früh.

(KStA) VON TIMM GATTER, 12.06.06, 18:23h, AKTUALISIERT 13.06.06, 09:41h

 

Blumen für Berthold Haas, den Profi aus der Musikstadt

Der große Blumenstrauß und die Elogen des OVH-Vorsitzenden Martin Mudlaff zu Beginn des Serenadenkonzertes am Sonntag galten dem langjährigen Impresario des Vereins, Berthold Haas. Der vieljährige Dirigent wurde am Samstag 80 Jahre alt. Der ehemalige Profi-Tubist des WDR-Sinfonieorchesters brachte den Posaunenchor auf die Spur der sinfonischen Blasmusik. Die zählt heute zum Hauptbestandteil des Repertoires, mit dem der OVH mittlerweile dreifacher Deutscher Meister wurde.

Seit vielen Generationen steht in der Familie Haas die Musik im Mittelpunkt. So zählte Berthold Haas' Vater, der Kontrabassist Otto Haas, zu den Gründern des OVH. Der Jubilar studierte Anfang der 1940er Jahre Kontrabass als Hauptfach an der Musikhochschule Köln. Eine schwere Kriegsverletzung zwang ihn später zum Wechsel zur Tuba als Hauptinstrument. 1947 trat er dem damaligen Sinfonieorchester des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) bei. Bis 1986 spielte der Berufsmusiker dort unter so bekannten Dirigenten wie Karl Böhm, Hans Knappertsbusch, Eugen Jochum, Georg Solti und Günter Wand. Daneben fühlte er sich der heimischen Musikpflege verpflichtet - gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden Ernst Haas und Lothar Kretzer legte er die Weichen für die überregionale Bedeutung des Laienorchesters.

Sein besonderes Engagement galt ebenso der Jugendmusikschule. Talentierte Nachwuchsmusiker waren überproportional bei „Jugend musiziert“ erfolgreich. Andere schlugen die Laufbahn als Berufsmusiker ein. Dass sich Burscheid als „Musikstadt des Bergischen“ versteht, ist mit ein Verdienst von Berthold Haas.

(KStA) ERSTELLT 13.06.06, 09:40h, von Tim Gatter

 



 
 

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