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BURSCHEID



Der Opa des Superstars ist dem OVH lieber

Für eine knappe Woche weilten die Hilgener Blasmusiker in Österreich, spielten bei der Mid Europe und in Salzburg und knüpften neue Kontakte.

Burscheid. Wer um alles in der Welt ist der Orchesterverein Hilgen? In Burscheid kann man sich mit dieser Frage blamieren. Auch innerhalb Deutschlands haben die sinfonischen Blasmusiker durch ihre drei Meistertitel längst einen Ruf in der Szene. Aber im Ausland wäre der OVH gerne bekannter für seine ganz eigene Art der Bearbeitung klassischer Werke und sein breites musikalisches Spektrum.

Umso erwartungsfroher machten sich rund 70 Musikerinnen und Musiker in der vergangenen Woche mit dem Bus auf den Weg in die Steiermark. Dort, bei der Mid Europe, einem renommierten Festival für sinfonische Blasmusik, war ihre Bewerbung um einen Auftritt im musikalischen Rahmenprogramm auf offene Ohren getroffen. Nicht nur Vereinsvorsitzender Martin Mudlaff freute sich darauf, "unser spezielles Programm im Ausland einem Fachpublikum vorzustellen und zu diskutieren".Mirabell_web

Aus dieser Sicht betrachtet, war der zentrale Festivalauftritt in Schladming im Nachhinein "ein bisschen enttäuschend". Das Konzert des OVH in der Dachstein-Tauern-Halle war schon zur ungünstigen Mittagszeit angesetzt, zudem gab es noch zwei Parallelveranstaltungen. "Vielleicht waren 150 Zuhörer da, aber in die Halle hätten gut und gerne dreimal so viele reingepasst", blickt Mudlaff zurück.

Wenn der Vorsitzende unter dem Strich dennoch ein positives Fazit zieht ("Wenn man ins Gespräch kommen will, muss man sich zeigen"), dann hat das unter anderem auch mit zwei interessanten neuen Kontakten zu tun. Zum einen war da der 78-jährige bayerische Komponist Hermann Regner. Er zeigte sich vom Orchesterklang des OVH angetan, sprach Dirigent Johannes Stert an "und es kann gut sein, dass wir mal zusammenarbeiten werden und ihn hierher einladen", kündigt Mudlaff an.

Dass Regner nicht nur von 1963 bis 1982 Mitarbeiter von Carl Orff war, sondern auch noch Großvater von Tobias Regner ist, dem diesjährigen Gewinner der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar", ist Mudlaff nur eine schmunzelnd vorgetragene Randbemerkung wert. "Wir bleiben lieber bei dem Opa."

Weiterer wichtiger Kontakt: Der Chefredakteur von "Musik zum Lesen", der Zeitschrift für sinfonische Blasmusik im deutschsprachigen Raum, ließ sich in Schladming vom OVH begeistern und kündigte gleich für eine der nächsten Ausgaben ein Orchesterportrait an.

Ansonsten beließ es der OVH natürlich nicht nur bei dem einen Auftritt: Es gab ein Openair-Konzert in der örtlichen Fußgängerzone, die Beteiligung an einem Workshop, einen Miniauftritt für den bäuerlichen OVH-Gastgeber ("So gut waren wir noch nie untergebracht") und schließlich zum Abschluss noch ein Konzert unter freiem Himmel vor historischer Kulisse: im Garten von Schloss Mirabell in Salzburg. Mudlaff: "Das war eigentlich das schönste Konzert der ganzen Reise."

Für den Verein war die Österreichtour finanziell eine große Anstrengung, weil die Kosten für die engagierten Aushilfen übernommen werden mussten; rund 6000 Euro kostete das die Vereinskasse. Allerdings profitiert der Verein auch immer wieder: "Das Schöne ist, dass viele als Aushilfe mitfahren und als Freunde und bestenfalls als Mitglieder zurückkommen. Das war auch diesmal so: Wir werden einige wiedersehen", freut sich der OVH-Vorsitzende.

Ein Andenken hat das Orchester auch mitgebracht: Auf der Musikinstrumentenmesse der Mid Europe fiel das Auge des Vorstands auf eine dicke Trommel für den Orchesterbestand: "Die war so fantastisch, da haben wir einen Messepreis rausgeschlagen und sie direkt eingepackt."

22.07.06, von Ekkehard Rüger (WZ)


Mit Tuba und Traktor nach Schladming

Der OVH nahm mit 70 Musikern an der „Mid-Europe“ in Schladming und Salzburg teil. Für 2009 ist wieder eine Brasilientournee geplant.

Burscheid - Der Volksmund hat schon recht: Der Ton macht die Musik. Und die Musik stand für eine Woche im Mittelpunkt beim internationalen Festival „Mid-Europe“ in österreichischen Schladming. Erstmals mit dabei waren 70 sinfonische Blasmusiker - davon fünf Aushilfskräfte - des Orchestervereins Hilgen. „Ich denke, dass unser Repertoire mit Mozart, Brahms, Grainger und Eigenkompositionen sehr gut angekommen ist“, sagten am Donnerstagabend übereinstimmend der Vorsitzende Martin Mudlaff und sein Vorstandskollege, der Musikpädagoge Bernhard Heinl.

Zuhörer überzeugtschladming2

So zeigte sich unter anderem der Chefredakteur des deutschen Fachmagazins „Musik zum Lesen“ vom dreifachen deutschen Titelträger als bestes sinfonisches Blasorchester derart angetan, dass er für die nächsten Ausgaben ein großes Orchesterportrait über die Hilgener plant. Die ganz spezifische, sicherlich auch durch den Dirigenten Johannes Stert geprägte Klangfärbung des Orchesters überzeugte nicht nur den Musikredakteur, sondern auch das Publikum. Heinl: „Die Mozart- und Brahms-Arrangements von Johannes Stert bis hin zu dem von ihm angeordneten Einsatz exotischer Instrumente wie etwa das Kontrafagott spiegeln die Seele des Orchesters wider.“

Die Seele des OVH war bereits bei der von Verkehrsstaus unterbrochenen Anreise im Doppeldeckerbus nach Schladming spürbar. „Wir hatten nie Langeweile“, sagte Mudlaff. Als Lohn der langen Reise traf das Ensemble in einem kleinen Ort bei Schladming auf ausgesprochen liebenswerte Gastgeber, die dort Landwirtschaft betreiben.

Weil eine Holzbrücke für Bus und Gepäckanhänger nicht stabil genug war, kam der Hausherr eigens mit seinem Traktor zu Hilfe. Und weil der Aufenthalt („Der einzige bekannte Schnarcher erhielt ein Einzelzimmer“) „so schön war wie selten zuvor“, spielte der OVH zum Abschied ein Ständchen mit dem „Florentiner Marsch“. Dazwischen lagen die mehr oder weniger visionären Klangwelten unter anderem des OVH, des Radioblasorchesters Leipzig sowie der Landesblasorchester Salzburg und Baden-Württemberg, mit Galakonzerten in der „akustisch vorzüglichen“ Dachstein-Tauern-Halle, Freilicht-Konzerten in der Fußgängerzone von Schladming und auf Schloss Mirabell in Salzburg sowie Workshops, Diskussionen und Begegnungen - darunter auch mit dem Komponisten Hermann Regner aus Bayern.

Mit ihm kann sich der OVH eine Zusammenarbeit vorstellen. Vielleicht auch in Burscheid. Dann aber nicht in drei Jahren. Wie zu hören war, plant der OVH 2009 seine nächste Brasilien-Tournee.

24.07.06, von Timm Gatter (KStA)



 
 

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