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2007
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Neujahrskonzert in Opladen
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Hör hin - mach mit 2007
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Hier finden Sie die Presseartikel über den Orchesterverein aus dem Jahre 2007. Rechts können Sie die verschiedenen Anlässe direkt auswählen.

 


Nilpferde und Krokodile tanzten

Nennen Sie ein Instrument mit E! Als Kandidat in einer Quizshow würde den meisten Menschen wohl als erstes die E-Gitarre in den Sinn kommen. Das unterstellte Moderatorin Beatrix Mettlach-Plutte auch den Konzertbesuchern beim Neujahrskonzert des Orchestervereins Hilgen in der Festhalle Opladen. Vereinzeltes Raunen ließ aber darauf schließen, dass sich unter den Besuchern naturgemäß Kenner der klassischen Musik befanden. Jenen dürfte das gesuchte Euphonium somit vor einem auf Strom angewiesenem Instrument eingefallen sein.

Für das „Neujahrskonzert“ hatte das Ensemble eine bunte Mischung zusammengestellt. Zum Auftakt gab es, im Jahr eins nach dem Mozart-Jahr, die Ouvertüre aus „Entführung aus dem Serail“. In „Ballet des Heures“ von Almicare Ponchielli zeigten sich leichte, beschwingte Querflöten im Wechsel mit kräftigen Posaunenklängen. Das Stück erlangte Bekanntheit in Walt Disneys Zeichentrickfilm „Fanatsia“.

Moderatorin Mettlach-Plutte hatte den Tipp gegeben, die Augen zu schließen, um sich die Filmszene mit tanzenden Krokodilen und Nilpferden vorstellen zu können. Doch nicht nur ein Tierballett mag den Zuhörern vor dem geistigen Auge erschienen sein - die Komposition mit der eingängigen Melodie nutzt ein Hersteller tiefgekühlter Torten für seine Fernsehwerbung.

Aber zurück zum Euphonium: Das spielte am Sonntagabend ein besonderer Gast des OVH. Solist Ulrich Haas gehört den Duisburger Philharmonikern an, stammt aber aus Burscheid. Sein Vater Berthold Haas war von 1971 bis 1990 Dirigent des OVH, sein Großvater Otto gehörte zu den Gründern des Vereins, der 1912 gegründet wurde. Mit „Pantomime“, einem zeitgenössischen Stück von Philipp Sparke, wusste Ulrich Haas zu begeistern. Tiefe, weiche Töne entlockte er seinem Instrument, Jubel sowohl dem Publikum als auch den Musiker-Kollegen, die anerkennend Beifall klatschten.

Knapp zwei Stunden musizierten die Burscheider, engagiert angetrieben von ihrem Dirigenten Johannes Stert. Die musikalische Reise führte von „Espana“ (Emmanuel Chabrier) über Englands „Pomp and Circumstances“ (Edward Elgar) nach Wien: Zum Abschluss gab es die Suite aus „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Ein famoses Finale, das ein hingerissenes Publikum zurückließ. Bleibt nur festzuhalten, dass das sinfonische Blasorchester aus Hilgen erneut seine herausragende Qualität bewiesen hat.

Leverkusener Anzeiger v. 23.1.2007

 

Mühelos vom Leichtfüßigen zur großen Sinfoniemusik

Bei seinem Neujahrskonzert in der Festhalle Opladen sorgte der OVH für eine abwechslungsreiche Mischung

Festlich, kurzweilig, anspruchsvoll- mit diesen drei Worten läßt sich zusammenfassen, was der Orchesterverein Hilgen unter dem Titel „Neujahrskonzert“ seinen vielen Zuhörern in der Festhalle Opladen bot: vertraute Melodien, Virtuoses, „leichte“ und „schwere“ Musik in abwechslungsreicher Folge, locker und informativ moderiert von Beatrix Mettlach-Plutte.

Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zur Oper „Die Entführung aus dem Serail“ enthält auch Anklänge an Janitscharenmusik des Osmanischen Reiches. In der Bearbeitung für Blasorchester kamen diese Passagen natürlich besonders gut zum Klingen, und beflügelten die Phantasie der Zuhörer.  Diese Phantasie war auch im zweiten Werk des Konzertes gefragt:. Die Melodien  des „Ballet des Heures“ (Stundentanz) „aus der Oper „La Gioconda“ von Almicare Ponchielli sind vielen aus dem Walt Dinsey-Film „Fantasia“ bekannt, in dem die Tiere nach dieser Musik tanzen. Mit seinem großen Orchester gestaltete Johannes Stert das Werk so leichtfüßig, schmissig, ja übermütig, dass das Publikum begeistert applaudierte.

In eine andere Welt entführt die „Children’s Ouverture“ , eine Originalkomposition für Blasorchester von Eugène Bozza, die 1964 uraufgeführt wurde und in der der Komponist bekannte französische Kinderlieder verarbeitet. Wilde Klangmischungen, ausgelassene Orchesterläufe, rhythmische Trommeln und Pfeifen und ein kleiner Walzer: hier konnte der OVH die ganze Bandbreite seiner musikalischen und technischen Fähigkeiten ausspielen.

Es folgte mit „Espana“ von Emmanuel Chabrier wieder ein weitgehend bekanntes Werk, das allerdings im Arrangement für Blasorchester etwas von seiner ursprünglichen Geschlossenheit verliert.
Ulrich Haas, Sohn des ehemaligen OVH_Dirigenten Berthold Haas,  ist Tubist und Berufsmusiker bei den Duisburger Symphonikern und der Deutschen Oper am Rhein.

Mit der „Pantomime“für Euphonium und Blasorchester, einer Originalkomposition des 1951 geborenen englischen Komponisten Philip Starke,  stellte er nicht nur dieses ungewöhnliche Instrument vor, dessen Name aus dem Griechischen kommt und „wohlklingend“ bedeutet. Er zog die Zuhörer mit seinem weichen Ansatz, seiner großen Musikalität und Virtuosität vom ersten Ton an in seinen Bann, bravourös begleitet vom Orchester, über dessen wechselnden Rhythmen der Solist frei psalmodiert. Mit  „Pomp and Circumstance“ Nr. 1 von Edward Elgar entließ der OVH seine Gäste in die Pause.

Nur zwei Werke gab es im zweiten Teil des Konzertes zu hören: die temperamentvolle Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galathee“ von Franz von Suppé, akzentuiert und dynamisch ausgefeilt musiziert und durch Johannes Stert am Pult entsprechend demonstriert.

Das Hauptwerk des Abends und sowohl vom Anspruch an das Orchester wie an das Hörvermögen der Zuhörer das schwierigste Werk war die Suite aus der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss . Diese Suite, die  34  Jahre nach der Uraufführung der Oper 1911  im Jahre 1945 zwar unter Strauss‘ Namen veröffentlicht wurde, aber ohne seine Mitwirkung entstanden war, vereint die wesentlichen  „Highlights“ der Oper. Nach so viel Heiterkeit und Entspannung in den voraufgegangenen Werken war nun die Auseinandersetzung mit großer sinfonischer Musik gefragt- vom Orchester virtuos musiziert und vom Publikum – vor allem wohl wegen der weitgehend bekannten Walzer und des temperamentvollen Schlusses mit lang anhaltendem Beifall belohnt. Als Zugabe wurde der Walzer noch einmal wiederholt und der Radetzkymarsch von Johann Strauß Vater noch als Sahnetupfer obendrauf gegeben.

Bergischer Volksbote vom 24.1.2007, von Marie-Luise Mettlach

 


Bläser und Chor in reizvollem Wechsel

Orchesterverein und Düsseldorfer Uni-Chor spielen in St-Laurentius. Als Hauptgang gab es Bruckners e-moll.

 

Burscheid. Dirigentin Silke Löhr präsentierte mit 15 Mitgliedern des Orchestervereins und dem Düsseldorfer Unichor ein mit Bedacht ausgewähltes Programm: Anton Bruckners Messe in e-moll erklang als Hauptstück, auf welches die Zuhörer durch eine Reihe von kürzeren Sätzen im ersten Teil des Sonntagskonzerts in St. Laurentius eingestimmt wurden.

Die erste Programmhälfte war von der Stückauswahl symmetrisch angelegt: Vor und nach Giovanni Pierluigi da Palestrinas Motette Jubilate Deo erklang je eine Canzon Giovanni Gabrielis.

Diese waren ebenso gerahmt von Sätzen aus Palestrinas Missa brevis, um welche sich Bruckners Aequale II und I sowie das Pange lingua gruppierten. So ergab sich ein reizvoller Wechsel von Kompositionen für Bläser und Chor a cappella.Bruckner07
Der Chor zog in zwei parallelen Reihen in die Kirche ein und umschloss so während des ersten Bruckner-Stücks die Zuhörer mit seinem Gesang. Pfarrer Markus Höyng hatte zuvor bereits darauf hin gewiesen, dass die Sänger bei ihrer späteren Aufstellung Altar und Tabernakel zwar verdecken würden, der Gesang mache aber „das hörbar, was nun nicht mehr sichtbar ist.“

Ganz nach der Aufführungspraxis von Renaissancemusik positionierten sich die Musiker für jedes Stück neu. Denn so konnten sie die klanglichen Möglichkeiten eines Raumes durch Platzierung von Instrumentalisten oder Sängern an verschiedenen Stellen nutzen, um Motive durch den Kirchenraum wandern zu lassen oder besondere Echoeffekte zu erzielen.

Im Jahr 1866 wurde Bruckners Messe in e-moll, das Hauptwerk des Konzertabends, als Auftragsarbeit für Bischof Rudigier zur Einweihung der Votivkapelle des Mariendomes in Linz komponiert. Die Uraufführung fand 1869 im Freien statt, worauf der Autor sein Werk mehreren Revisionen unterzog.

In St. Laurentius erklang die zweite Fassung von 1882. Die Musiker meisterten ausdrucksvoll die hohen Anforderungen der dramatischen Komposition mit ihrer bemerkenswerten Dissonanzdichte und den extremen dynamischen Steigerungen.

Zahlreiche Bezüge bestehen zwischen den Stücken des ersten Programmteils und dem Hauptwerk des Abends: Auch das Pange lingua sollte zur Einweihungsfeier gespielt werden. Außerdem übernahm Bruckner das Hauptmotiv des Sanctus von Palestrina und nähert sich diesem kompositorisch an, ohne dass das Stück seinen einzigartigen Charakter einbüßt.

13.02.2007
 Von Ruth Maria Höpfner

 


Musik im stillen Kämmerlein

Den hochwertigen Auftritt der OVH-Ensembles verfolgten nur wenige Besucher. Sie erlebten brillante Momente.

Kammermusik hat es heuzutage schwer. Ob in Großstädten oder in Kleinstädten- mit ihr Säle zu füllen wird immer schwieriger. So war es auch nicht verwunderlich, dass zum Ensemblekonzert des OVH am Sonntag im Haus der Kunst nur knapp 40 Besucher erschienen. Die aber waren begeistert und zollten den fünf aus Mitgliedern des OVH gebildeten Ensembles herzlichen Beifall für ein ebenso hochwertiges wie kurzweiliges Programm. Den Anfang machte ein Flötenquartett mit einer Bearbeitung der „Deux Arabesques“ von Claude Debussy. Die im Original für Klavier geschriebenen Stücke, von H. Cohen werkgetreu arrangiert, erklangen locker und differenziert, dynamisch ausgefeilt und ließen einzelne musikalische Klangfinessen wie den an Vogelgezwitscher erinnernden Beginn der zweiten Arabesque sogar noch deutlicher hervortreten als in der Originalfassung.

Fagotti und eine Bassklarinette hatten sich zum Ensemble „Unterholz“ zusammengetan und gaben dem „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik aparten Klang. Leise, weich und manchmal brummelnd dann die drei Stücke für Fagottquintett von Peter Jansen, heiter, beweglich, unterhaltend und brillant in der Technik anschließend „Bassonists Holiday“ von Leroy Anderson. So spielen  wohl Musiker zum eigenen Vergnügen!

EnsembleDSchwergewichtiges Hauptwerk des Konzertes war die Sonate für Klarinette und Klavier op.120 Nr.2 von Johannes Brahms- gleichzeitig eine Premiere: zum erstenmal stellte sich der Dirigent des  OVH dem Burscheider Publikum als Pianist vor. Wolfgang Neu weiß seiner Klarinette unglaublich zarte Töne zu entlocken, Johannes Stert gab mit viel Temperament und Leidenschaft Brahms, was des Brahms‘ ist. Beide umspielten sich solistisch in vollendetem Zusammenklang- ein Hochgenuss für die Zuhörer.
Nach der Pause ging es leichtfüßiger weiter  mit dem „Doppelrohr-Ensemble“, zu dem sich acht Musiker zusammengetan hatten. Das „Entree des Scaramouches“ von Jean-Baptiste Lully und  „Das alte Schloss“ aus den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorsgki - beides in Arrangements – führten in eine jeweils andere Welt.  Charles Gounods „Trauermarsch für eine Marionette“ ist ein munteres Werk voll französischem Esprit. Im Arrangement von G. Morton kam der geistreiche Witz gut zur Geltung.  Interessant arrangiert waren auch die Sechs Rumänischen Volkstänze von Béla Bártok,  besonders schön das Oboensolo im Tanz Nr. 4.

Den Abschluss des Konzertes machte das zwölfköpfige Klarinettenensemble mit dem sehr musikalisch gespielten Walzer aus der Serenade für Streicher von Peter I. Tscahikowsky, im Arrangement von F.Sacci, und der zwischen Übermut und Besinnlichkeit wechselnden „Puszta“ von Jan van der Roost.

von Marie-Luise Mettlach für die Westdeutsche Zeitung (Bergischer Volksbote) vom 21.3.2007 EnsembleC

 


Der Musifant spielt mit den Kindern

Burscheid - „Hör hin - mach mit“ heißt es am Sonntag, 6. Mai, ab 15 Uhr in der Aula der Hauptschule, wieder bei „Musikus“, dem jungen Programm des Orchestervereins Hilgen (OVH). Alle Kinder von fünf bis zehn Jahren sind mit ihren Familien eingeladen, wenn der „Musifant“, das Maskottchen der Reihe, hinter die Kulissen des Blasorchesters blicken lässt. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht nötig.
Im vergangenen Jahr gewann das Musikus-Projekt den 1. Preis in der Kategorie „Nachwuchs“ beim Wettbewerb des „Sparda-Musiknetzwerkes“. Nun führt Annette Willuweit wieder durch ein etwa einstündiges Programm. Unter der Leitung des Dirigenten Johannes Stert wird sowohl der OVH als auch das Kinder- und das Jugendorchester der Musikschule Burscheid zu hören sein.

Instrumente testen

Anhand von Werken so unterschiedlicher Meister wie von Franz von Suppé und Leonard Bernstein werden Instrumente vorgestellt, die Rolle des Dirigenten erklärt und musikalische Entdeckungen gemacht. Spätestens bei Edward Elgars „Pomp and Circumstance“ können alle Kinder selbst mitspielen und viele Instrumente ausprobieren. Mit einem Quiz wird das neue Wissen getestet. Als Preise locken unter anderem eine Schnupperstunde an einem Instrument aus dem Blasorchester, OVH-CDs oder das T-Shirt mit dem Musifantenlogo.

Vor Ort ist auch das Team der WDR-Radio-Kindersendung „Lilipuz“, das über die Erlebnisse der Kinder berichtet. Das Musikus-Projekt wird mittlerweile vom Land NRW finanziell gefördert.

von Timm Gatter, KSTA, 04.05.2007

 

Klarinetten-Versuche Toll mit den Hölzern geklappert

Auch die zweite „Musifanten-Veranstaltung“ des OVH lockte viele Kinder in die Hauptschulaula.

Burscheid. „Super!“, rief der Dirigent Johannes Stert am Sonntagnachmittag ins Rund der Hauptschulaula. Just da hatten die „Musikus“-Kinder mit dem Orchesterverein Hilgen (OVH) und dem Kinder- und Jugendorchester der Musikschule Burscheid das Stück „On the tour“ von Leonard Bernstein beendet. Präzise waren sie beim Spiel Sterts Aufforderung, „mit den Hölzern zu klappern - oder wie heißen die noch mal“ gefolgt und hatten so für eine ausgefeilte Rhythmik gesorgt.

Die Stimmung auf der von Annette Willuweit und Stert moderierten einstündigen Veranstaltung war bestens. Zahlreiche Eltern waren mit ihren Kleinen erschienen, um sich über das Musikus-Angebot des OVH „Hör hin - mach mit“ zu informieren. Neben dem Ausprobieren der zahlreich an diversen Ständen ausgestellten Holz- und Blechblasinstrumente lockten auch ein Musifanten-Quiz mit Preisen für kostenlose Übungsstunden sowie eine Infothek und eine Ecke mit Kuchen und Kaffee. Auch das von Stert improvisierte Musikrätsel nach einem Stück aus Bachs Brandenburgischen Konzerten („Prima, dass ihr die Trompete erraten habt“) animierte die vielen Mädchen und Jungen auf der Bühne zum Mitmachen. Und beim abschließenden Marsch „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar wippten die „Musifanten-Fans“ genauso wie die älteren Besucher mit den Füßen - auch die Kinder, die mitspielen durften. Beim Spiel der Titel von Suppé und Leonard Bernstein wurden einzelne Instrumente des Blasorchesters vorgestellt und unter anderem die Rolle des Dirigenten erklärt.3Musikus07

Das Ziel der Veranstaltung, einige „Geheimnisse des Blasorchesters zu lüften“, wurde jedenfalls vollkommen erreicht. Da bedurfte es nicht einmal des Hinweises darauf, dass die damals schon professionelle Startveranstaltung von Musikus im vergangenen Jahr den ersten Preis in der Kategorie „Nachwuchs“ beim Wettbewerb des Sparda-Musiknetzwerkes gewonnen hatte. Nicht ohne Stolz erinnerte der Vorsitzende der Musikschule, Martin Mudlaff, bereits im Vorfeld daran, dass das Projekt nun vom Land NRW finanziell unterstützt wird. Das aber war den musikbegeisterten Kindern an diesem ereignisreichen Nachmittag erst einmal egal - alles war halt „Super!“

Von Timm Gatter, KSTA, 07.05.2007

 

Erste musikalische Gehversuche

Der Orchesterverein Hilgen lud Kinder zum Konzert ein - selber Ausprobieren war dabei erwünscht.

Burscheid. "Hör hin -mach mit" war das Motto des Musikprogramms "Musikus", zu dem der Orchesterverein Hilgen (OVH) am Sonntag Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren in die Aula der Friedrich-Goetze-Hauptschule geladen hatte. Schon vor Beginn der Veranstaltung lagen auf großen Tischen zahlreiche Instrumente bereit, die die kleinen Besucher zu ersten musikalischen Gehversuchen einluden. Gleich an der Eingangstür gab es die Möglichkeit, einem Euphonium, einer Posaune oder einer Tuba ein paar Töne zu entlocken. Klarinetten, Flöten, ein Saxophon, ein Fagott, Trompeten und Hörner - der Orchesterverein bot ein vielfältiges Angebot, das von den etwa 40 Kindern fröhlich und unbefangen auch nach dem Ende des Programmteils genutzt wurde. Beim Konzert wurden die Instrumente von den Musikern des Orchesters und von den Schülern der Musikschule Burscheid, die das Musikus-Projekt unterstützt und mit einem Informationsstand vertreten war, gespielt.

Bevor das Konzertprogramm mit der Ouvertüre zu Franz von Suppés "Die schöne Galathee" begann, lud Moderatorin Annette Willuweit die Kinder ein, neben dem Maskottchen Musifant, einem kleinen Elefanten in allen Farben des Regenbogens, mit Notenaugen, Trompetenrüssel und einem Schwanz in Form eines Notenschlüssels, auf der Bühne Platz zu nehmen.

Kinder springen auf der Bühne als Dirigenten ein

5Musikus07 Die "über 100 Jahre" alte Musik Suppés erklang nun, aber schon nach einigen Takten brachte das sehr moderne Klingeln seines Handys Dirigent Johannes Stert dazu, eilig die Bühne zu verlassen. Damit das Orchester weiterspielen konnte, erklärten sich zwei kleine Zuhörerinnen bereit, das Stück zu dirigieren. Nachdem Johannes Stert mit einem großen Paket zurückgekehrt war, wurden "jüngere" Stücke von Leonard Bernstein, Jan van der Roost und Edward Elgar aufgeführt. Zunächst stellten die Akteure die einzelnen Musikinstrumente vor: Die Klarinette "forderte" alle anderen Instrumente zum Tanzen auf, dann sollte ein Instrument erraten werden, das "ganz in Gold gekleidet" ist. Mit rhythmischen Instrumenten wie Klanghölzern oder Schellenstäben ausgestattet wurden die Kinder anschließend in das Orchester integriert und unterstützten bestimmte Instrumentengruppen. Zum Abschluss wurde das Paket ausgepackt und jeder Teilnehmer erhielt einkleines Geschenk, während der OVH zusammen mit dem Kinder- und Jugendorchester der Musikschule "Pomp and Circumstance" spielte.

Von Ruth Höpfner, WZ, 08.05. 2007

 


Auch die vierte Auflage in der Kirchenkurve war ein Erfolg

Burscheid. Von hart schuftenden Plantagenarbeitern unter brennender Sonne war am Samstagabend zwar nichts zu sehen. Dennoch kam in der Kirchenkurve sehr schnell Südstaatenfeeling auf. Der Orchesterverein Hilgen (OVH) hatte zur vierten Auflage des Serenadenkonzerts auf die Open-Air-Bühne an der evangelischen Kirche geladen.

Es dauerte keine Viertelstunde, bis der OVH die Zuhörer in eine andere Welt entführt hatte – in die der großen Opern und Filme. Bei „Porgy und Bess“ von George Gershwin waren es die schwermütigen Töne, die sich durch die engen Gassen der unteren Hauptstraße schlängelten. Für eine ganz junge Besucherin war das Konzert derart entspannend, dass sie auf Papas Arm ein Nickerchen einlegte.

Bei „Libertango“ wurde es aber schon bald lebendiger, auch ein Zusammenschnitt vom „Herr der sieben Meere“ brachte Schwung in den Abend. Claus Bosbach verzauberte mit einem Posaunensolo, und auch der Nachwuchs hatte unter anderem mit Händels Wassermusik und der „Bourée“ nach der Pause seinen großen Auftritt. Zum zweiten Mal in Folge schwang Dirigent Johannes Stert den Taktstock und heimste dafür Sonderapplaus ein.

Der Orchesterverein Hilgen hatte sich wieder alle Mühe gegeben, möglichst vielen Geschmäckern gerecht zu werden. Geschätzte 500 Besucher verschafften der unteren Hauptstraße bislang ungekannte Belebung am Samstagabend. Die aufgestellten Stühle reichten nur für die erste Charge an Gästen.

Und so kam es, dass aus der Nachbarschaft eiligst noch ein paar Gartenstühle herangeschafft wurden. Andere setzten sich auf Treppen oder Fensterbänke der umliegenden Geschäfte. Aber auch die Stehplatzreihe hatte sichtlich Spaß an der Veranstaltung. „Für nächstes Jahr müssen die aber mehr Stühle aufstellen“, so der gut gemeinte Ratschlag eines Besuchers.
Die Verlegung des Serenadenkonzerts in die Abendstunden zahlte sich aus. Bei lauen Temperaturen musste niemand schwitzen oder frieren. Einzig der Blick nach oben löste Verunsicherung aus. Doch der Regen hielt sich zurück, Menschen und Instrumente blieben trocken.

Das Beste hatten sich die mehrfachen Deutschen Meister für den finalen Schlussakt aufgehoben. Mit der pompösen Filmmusik der Star-Wars-Saga wurden die Leute standesgemäß in die unbekannten Weiten Burscheids entlassen.

11.06.2007, von Benjamin Schulz

 


Knusperhäuschen für alle Sinne

Musikus-Projekt: Der OVH sorgte mit seiner Version von „Hänsel und Gretel“ gleich zweimal für ein ausverkauftes Haus.

Burscheid. Das werden die Kinder noch lange im Ohr und vor Augen haben: die liebevolle Art, mit der Annette Willuweit das alte Märchen von Hänsel und Gretel neu erzählte, die tanzenden Tiere, Engel, Lebkuchenkinder und Hexen auf der Bühne und die Melodien aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.

Die brachte das Blechbläserensemble des Orchestervereins Hilgen (OVH) unter der Leitung von Johannes Stert ebenso temperamentvoll wie eindringlich im improvisierten „Orchestergraben“ zu Gehör. Musikus, das junge Programm des OVH, hat mit dieser umjubelten Aufführung an zwei Tagen hintereinander der Hans-Hoersch-Halle ein übervolles Haus beschert.

Viele haben an dieser Gemeinschaftsarbeit mitgewirkt: an der Spitze Annette Willuweit. Die Grundschullehrerin und Flötistin im OVH traf genau den richtigen Ton, um die Aufmerksamkeit der Kinder – darunter viele sehr kleine – zu wecken und lebendig zu erhalten.
Den Text des Märchens hat sie eigens für diese beiden Aufführungen geschrieben und durch Verse aus dem Originallibretto der Oper ergänzt. Die Gesamtleitung der Aufführung lag ebenfalls in ihren Händen.

Tänzerinnen und Tänzer aus Odenthaler Ballettstudio

Was das bedeutet, mag man ermessen, wenn man die Vielzahl der auf den Text und die Musik abgestimmten Tanzszenen bedenkt. Nach der Choreografie von Christine Hintzen stellten die jungen Tänzerinnern und Tänzer aus dem Odenthaler Ballettstudio Assemblé nicht nur die Hauptfiguren Hänsel und Gretel, die Hexe, Vater und Mutter, sondern auch allerlei Getier, die Engel (beim zur Musik gesprochenen Abendgebet) und schließlich die großen und kleinen Hexen dar.

Der Hexentanz „Borage“, ein Einschübsel aus Three Brass Cats, schmissig interpretiert von den Blechbläsern und furios getanzt, begeisterte Jung und Alt.

Das reizende Bühnenbild schufen Schüler und Schülerinnen der Klasse9 MK der Evangelischen Realschule Burscheid unter Leitung von Christa Engstenberg. Und Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Montanusschule unter Leitung von Barbara Düchting gestalteten die Requisiten.

Zauberhaft die selbst geschneiderten Kostüme von Regine Hintzen, professionell, wie die ganze Aufführung, auch die Licht- und Tontechnik (Andreas Müller).

Kinder helfen beim Windmachen und der Suche der Eltern

Die Kinder lauschten mucksmäuschenstill, wurden mit einbezogen ins Spiel beim Windmachen und Käuzchenruf in der Waldszene oder bei der vergeblichen Suche der Eltern nach Hänsel und Gretel im Zuschauerraum. Natürlich litten sie mit, als die Hexe – anders als im Grimm’schen Märchen jung und eher schmeichlerisch verschlagen als heimtückisch böse – die Kinder in ihre Hexenhaus lockte.

Aber das Märchen geht ja gut aus, und der Schatz, den die Kinder nach dem Tod der Hexe fanden, linderte nicht nur die Not der Familie von Hänsel und Gretel, sondern auch die Naschlust der Kinder, die beim Verlassen des Zuschauerraums mit goldenen Schokoladentalern beglückt wurden.

30.10.2007
Von Marie-Luise Mettlach für den "Bergischen Volksboten"

Feuerkinder und Jazzhexen

Burscheid - Ehe es so richtig losgehen kann, ist Überzeugungsarbeit angesagt. Christine Hintzen muss eines der kleinen Feuerkinder trösten. Es hat sich in den Hintergrund der großen Bühne zurückgezogen und das Gesicht in den Händen vergraben. Die vielen anderen Feuerkinder drum herum, die große Bühne, der weite Saal - das ist einfach zu viel. Aber Christine Hintzen wäre nicht Ballettlehrerin, wenn sie nicht auch mit dieser Situation umgehen könnte: Sie setzt sich neben das kleine Mädchen im flammend roten Kostüm, spricht ein paar sanfte Worte - und schon ist die Angst vergessen, wird die Probe des Ballettstückes "Hänsel und Gretel" in der Burscheider Hans-Hoersch-Halle fortgesetzt.

HG_KSTAChristine Hintzen kann aber auch anders. Nur wenige Minuten später nämlich schallen laute Kommandos durch den Saal: "Na los, hört hin. Ihr sollt euch mitbewegen." Sie klatscht in die Hände und wippt im Takt der Musik. Immerhin muss die 27-Jährige, die seit eineinhalb Jahren ein Ballettstudio in Altenberg betreibt, am Wochenende 57 Kinder im Alter zwischen drei und 17 Jahren soweit bändigen, dass aus der an Engelbert Humperdincks gleichnamigen Oper angelehnten Geschichte rund um Hänsel und Gretel ein Erfolg wird. Aber sie ist zuversichtlich: Zum einen sei der Saal bei den Aufführungen ja so dunkel, dass man von der Bühne aus keine Zuschauer sehen könne. Und zum anderen gebe es ja auch erfahrene Tänzerinnen wie die 17-jährige Daniela Schwede, an denen sich der Nachwuchs orientieren könne. Daniela spielt die berühmte "böse Hexe", die im Märchen Kinder zu Lebkuchen backt und verspeist - und sieht in ihrem hellblauen Kleid alles andere als böse aus. "Letztlich soll sich jeder in seiner Rolle wohlfühlen", sagt Annette Willuweit (35) vom Musikusteam des Orchestervereines Hilgen (OVH), der die Musik beisteuert. "Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine hässlichen Hexen."

Lebende Lebkuchen

Der Spaß soll im Mittelpunkt stehen. So werden während der einstündigen Aufführung bekannte Lieder erklingen wie "Brüderchen, komm tanz mit mir" oder "Ein Männlein steht im Walde". Der ursprünglichen Oper wurden mit Feuerkindern, Waldtieren, lebenden Lebkuchen und Jazzhexen viele neue Figuren hinzugefügt. Annette Willuweit schrieb den Text des Stückes komplett neu (während Christine Hintzens Mutter Regine alle Kostüme im Alleingang schneiderte). Und: Bei den Aufführungen sollen auch die Kinder im Publikum in die Handlung auf der Bühne miteinbezogen werden. Nach der Probe jedenfalls ist den kleinen Feuerkindern Laura (4), Ema (3) und Lilly (5) anzusehen, dass sie sich auf der Bühne wohlfühlen werden. Sie tollen herum, irgendwann nestelt Laura an ihren roten Flammenärmeln herum und sagt: "Die sehen toll aus, oder?" Ja, das tun sie. Und genau das gleiche werden wohl auch die Zuschauer am Wochenende denken.

Das Ballettstück "Hänsel und Gretel" wird am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr in der Hans-Hoersch-Halle aufgeführt. Während die Sonntagsvorstellung bereits ausverkauft ist, sind für Samstag noch Karten zum Preis von 7,50 Euro zu haben (Buchhandlung Ute Hentschel, Bäckerei Kretzer, Ballettstudio Assemble Altenberg, bei allen Mitgliedern des OVH).

VON FRANK WEIFFEN, 24.10.07, KSTA

 


Orchesterverein bläst zur Titeljagd

Der dreifache deutsche Meister muss sich am Wochenende zunächst auf Landesebene qualifizieren.

Burscheid. Die Orchesterszene boomt: Wenn am Wochenende in Hamm 95 Orchester und 3000 Musiker zum Landesorchesterwettbewerb antreten, ist das ein Teilnehmerrekord. Und auch in der Kategorie Symphonisches Blasorchester ist die Zeit der „kuscheligen Veranstaltungen“ vorbei, wie Martin Mudlaff, Vorsitzender des Orchestervereins Hilgen (OVH), einräumt: „Wir sind dort noch nie gegen 13andere Orchester angetreten.“

Trotzdem soll Hamm für den OVH nur Durchlaufstation sein, um sich mit einem Sieg für den Bundeswettbewerb des Deutschen Musikrates am Himmelfahrts-Wochenende im Mai 2008 in Wuppertal zu qualifizieren. „Wenn wir nicht weiterkämen, wäre das eine große Enttäuschung“, sagt Mudlaff.

Die Motivation innerhalb des Orchesters sei ungebrochen: „Das merkt man auch am derzeit wieder guten Zuwachs. Wir haben inzwischen Mitglieder aus Aachen, Köln und Düsseldorf. Und aus Bonn kommt gleich eine ganze Fahrgemeinschaft.“ Neben dem Dirigenten Johannes Stert sei dabei ausschlaggebend, „dass wir uns auch an die schwerere Literatur heranwagen.“
Das werden die 61 Musiker auch wieder unter Beweis stellen, wenn sie sich am Sonntag auf den Weg zur Alfred-Fischer-Halle nach Hamm machen und dort um 14.50 Uhr ihren Auftritt absolvieren: Mit „Thema und Variationen“ präsentieren sie eines der ganz wenigen Blasorchester-Werke des radikalen Erneuerers Arnold Schönberg (1874–1951).
Zweiter Beitrag wird die Komposition „Fantasy tryptich“ des 1941 geborenen Engländers Derek Bourgeois sein, „eine technische Herausforderung, schnell, virtuos und mitreißend“, umschreibt Mudlaff den Charakter des Stücks.

Die Auswahl der Beiträge erfolgte schon mit Blick auf das kommende Jahr. Dort steht – die Qualifikation vorausgesetzt – zunächst zwar Wuppertal auf dem Terminkalender, wo der OVH antritt, seinen dreimal in Folge gewonnenen deutschen Meistertitel erneut zu verteidigen. Als Pflichtstück ist dann die „Manhattan Symphonie“ des Franzosen Serge Lancen (1922–2005) vorgeschrieben, zweites Werk würde die „Fantasy tryptich“ werden.

Aber schon am Wochenende nach Wuppertal will der OVH in Straßburg erstmals beim allein auf Blasorchester beschränkten internationalen Eolia-Wettbewerb in der höchsten Kategorie antreten. Und dort ist Schönberg Pflicht und Bourgeois gehört zu den Wahlstücken. Der Auftritt in Hamm wird also auch zu einer Art Generalprobe für Straßburg.

www.lmr-nrw.de
www.fischerhalle.de
www.eolia-strasbourg.com

08.11.2007, von Ekkehard Rüger, Bergischer Volksbote

 


Blasmusik: OVH holt Sieg mit Höchstwertung

Nach dem Erfolg auf Landesebene tritt das Orchester 2008 wieder beim Bundeswettbewerb an. Die Jury sprach dem OHV die höchtmögliche Wertung zu.

Burscheid. Die Erwartungen haben nicht getrogen: Mit einem souveränen ersten Platz in der Kategorie „Blasorchester in Harmoniebesetzung“ hat sich der Orchesterverein Hilgen (OVH) am Sonntag beim Landesorchesterwettbewerb in Hamm für den Bundeswettbewerb im kommenden Jahr in Wuppertal qualifiziert. Die Jury sprach dem OVH unter Leitung von Johannes Stert dabei mit 25 Punkten die höchstmögliche Wertung zu – eine Anerkennung, die im gesamten Wettbewerb ansonsten nur noch dem Westfälischen Jugendkammerorchester zuteilwurde.

Die Alfred-Fischer-Halle in Hamm: Als schönste Industriehalle Deutschlands gerühmt, wird die ehemalige Maschinenhalle der Zeche Sachsen seit ihrer Sanierung als überregional bekannter Veranstaltungsort genutzt. Der Orchesterverein Hilgen trat hier gestern nach seinem Wettbewerbsbeitrag am frühen Nachmittag auch noch im Rahmen des Abschlusskonzerts am Abend auf. (Foto: Alfred-Fischer-Halle, WZ)Größter Konkurrent der Hilgener war das Sinfonische Blasorchester des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Ennest (Attendorn/Kreis Olpe). Es erhielt 23,6 Punkte und kann damit möglicherweise auch noch zum Deutschen Orchesterwettbewerb zugelassen werden, der im Mai 2008 stattfindet.

Die Entscheidung der Jury wurde erst am Abend am Ende des Abschlusskonzerts in der Alfred-Fischer-Halle bekannt gegeben. Nach seinem Wettbewerbsbeitrag am frühen Nachmittag trat der OVH dort ab 20 Uhr noch einmal zusammen mit anderen Orchestern vor über tausend Zuschauern auf.

Vorsitzender Martin Mudlaff zeigte sich nach der Bekanntgabe „super zufrieden“. Auch wenn der Beitrag (Werke von Schönberg und Bourgeois) in der Ausführung noch nicht optimal gewesen sei, „mehr als 25 Punkte kann man nicht bekommen“. Er hoffe aber, dass das Orchester in Wuppertal „noch eine Schippe drauflegen kann“.

12.11.2007, von Ekkehard Rüger, Bergischer Volksbote

„Da ist die Luft dann dünner“

Hilgen - Auf dem Papier sieht alles bestens aus. „Das Orchester hat mit hervorragendem Erfolg am 7. Landes-Orchesterwettbewerb teilgenommen“, wurde dem Orchesterverein Hilgen (OHV) am Sonntagabend vom Landesmusikrat bescheinigt. 25 Punkte und damit die höchste Wertung gab es beim musikalischen Wettstreit in Hamm von der Jury.

„Es geht fast immer besser“, kommentierte Martin Mudlaff, Vorsitzender OHV, den Sieg. Ganz glatt könne man die Leistung der 61 Musiker und ihres Dirigenten Johannes Stert am Sonntagnachmittag nicht nennen. Dennoch konnten sich die Hilgener in der Kategorie „Blasorchester in Harmoniebesetzung“ gegen 13 Mitstreiter aus Nordrhein-Westfalen durchsetzen. Auf dem zweiten Rang landete mit 23,6 Punkten das Sinfonische Blasorchester des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Ennest (Kreis Olpe). Nie zuvor sei das Feld so groß gewesen, betonte Mudlaff, „viele der Orchester kannten wir nicht“. Am Sonntagabend spielte der OVH in der Hammer Alfred-Fischer-Halle beim Preisträgerkonzert einen Satz aus dem Wettbewerbsprogramm. Mudlaff schwärmte von der tollen Atmosphäre vor 1000 Zuschauern.

Mit voller Konzentration bereiten sich die Hilgener nun auf den Bundeswettbewerb vor, der im Mai in Wuppertal stattfinden wird. „Da ist die Luft dann dünner“, prophezeit der Vorsitzende. Wie am Wochenende auch werde der OVH „Fantasy tryptich“ von Derek Bourgeois als Wahlstück spielen. Damit gelte es zu überzeugen. Das Pflichtstück „Manhattan Symphonie“ von Serge Lancen sei, so beklagte Mudlaff, technisch nicht besonders anspruchsvoll. (ana), KSTA 13.11.07

 

 

 
 

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Bergischer Löwe

Am 4.5.2019 um 19:30 spielen wir im Bergischen Löwen. Als Solisten wirken mit: Olaf Ott (Berliner Philharmoniker) und Rocco Rescigno (Duisburger Philharmoniker)

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