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2007 - Neujahrskonzert in Opladen
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Nilpferde und Krokodile tanzten

Nennen Sie ein Instrument mit E! Als Kandidat in einer Quizshow würde den meisten Menschen wohl als erstes die E-Gitarre in den Sinn kommen. Das unterstellte Moderatorin Beatrix Mettlach-Plutte auch den Konzertbesuchern beim Neujahrskonzert des Orchestervereins Hilgen in der Festhalle Opladen. Vereinzeltes Raunen ließ aber darauf schließen, dass sich unter den Besuchern naturgemäß Kenner der klassischen Musik befanden. Jenen dürfte das gesuchte Euphonium somit vor einem auf Strom angewiesenem Instrument eingefallen sein.

Für das „Neujahrskonzert“ hatte das Ensemble eine bunte Mischung zusammengestellt. Zum Auftakt gab es, im Jahr eins nach dem Mozart-Jahr, die Ouvertüre aus „Entführung aus dem Serail“. In „Ballet des Heures“ von Almicare Ponchielli zeigten sich leichte, beschwingte Querflöten im Wechsel mit kräftigen Posaunenklängen. Das Stück erlangte Bekanntheit in Walt Disneys Zeichentrickfilm „Fanatsia“.

Moderatorin Mettlach-Plutte hatte den Tipp gegeben, die Augen zu schließen, um sich die Filmszene mit tanzenden Krokodilen und Nilpferden vorstellen zu können. Doch nicht nur ein Tierballett mag den Zuhörern vor dem geistigen Auge erschienen sein - die Komposition mit der eingängigen Melodie nutzt ein Hersteller tiefgekühlter Torten für seine Fernsehwerbung.

Aber zurück zum Euphonium: Das spielte am Sonntagabend ein besonderer Gast des OVH. Solist Ulrich Haas gehört den Duisburger Philharmonikern an, stammt aber aus Burscheid. Sein Vater Berthold Haas war von 1971 bis 1990 Dirigent des OVH, sein Großvater Otto gehörte zu den Gründern des Vereins, der 1912 gegründet wurde. Mit „Pantomime“, einem zeitgenössischen Stück von Philipp Sparke, wusste Ulrich Haas zu begeistern. Tiefe, weiche Töne entlockte er seinem Instrument, Jubel sowohl dem Publikum als auch den Musiker-Kollegen, die anerkennend Beifall klatschten.

Knapp zwei Stunden musizierten die Burscheider, engagiert angetrieben von ihrem Dirigenten Johannes Stert. Die musikalische Reise führte von „Espana“ (Emmanuel Chabrier) über Englands „Pomp and Circumstances“ (Edward Elgar) nach Wien: Zum Abschluss gab es die Suite aus „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Ein famoses Finale, das ein hingerissenes Publikum zurückließ. Bleibt nur festzuhalten, dass das sinfonische Blasorchester aus Hilgen erneut seine herausragende Qualität bewiesen hat.

Leverkusener Anzeiger v. 23.1.2007

 

Mühelos vom Leichtfüßigen zur großen Sinfoniemusik

Bei seinem Neujahrskonzert in der Festhalle Opladen sorgte der OVH für eine abwechslungsreiche Mischung

Festlich, kurzweilig, anspruchsvoll- mit diesen drei Worten läßt sich zusammenfassen, was der Orchesterverein Hilgen unter dem Titel „Neujahrskonzert“ seinen vielen Zuhörern in der Festhalle Opladen bot: vertraute Melodien, Virtuoses, „leichte“ und „schwere“ Musik in abwechslungsreicher Folge, locker und informativ moderiert von Beatrix Mettlach-Plutte.

Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zur Oper „Die Entführung aus dem Serail“ enthält auch Anklänge an Janitscharenmusik des Osmanischen Reiches. In der Bearbeitung für Blasorchester kamen diese Passagen natürlich besonders gut zum Klingen, und beflügelten die Phantasie der Zuhörer.  Diese Phantasie war auch im zweiten Werk des Konzertes gefragt:. Die Melodien  des „Ballet des Heures“ (Stundentanz) „aus der Oper „La Gioconda“ von Almicare Ponchielli sind vielen aus dem Walt Dinsey-Film „Fantasia“ bekannt, in dem die Tiere nach dieser Musik tanzen. Mit seinem großen Orchester gestaltete Johannes Stert das Werk so leichtfüßig, schmissig, ja übermütig, dass das Publikum begeistert applaudierte.

In eine andere Welt entführt die „Children’s Ouverture“ , eine Originalkomposition für Blasorchester von Eugène Bozza, die 1964 uraufgeführt wurde und in der der Komponist bekannte französische Kinderlieder verarbeitet. Wilde Klangmischungen, ausgelassene Orchesterläufe, rhythmische Trommeln und Pfeifen und ein kleiner Walzer: hier konnte der OVH die ganze Bandbreite seiner musikalischen und technischen Fähigkeiten ausspielen.

Es folgte mit „Espana“ von Emmanuel Chabrier wieder ein weitgehend bekanntes Werk, das allerdings im Arrangement für Blasorchester etwas von seiner ursprünglichen Geschlossenheit verliert.
Ulrich Haas, Sohn des ehemaligen OVH_Dirigenten Berthold Haas,  ist Tubist und Berufsmusiker bei den Duisburger Symphonikern und der Deutschen Oper am Rhein.

Mit der „Pantomime“für Euphonium und Blasorchester, einer Originalkomposition des 1951 geborenen englischen Komponisten Philip Starke,  stellte er nicht nur dieses ungewöhnliche Instrument vor, dessen Name aus dem Griechischen kommt und „wohlklingend“ bedeutet. Er zog die Zuhörer mit seinem weichen Ansatz, seiner großen Musikalität und Virtuosität vom ersten Ton an in seinen Bann, bravourös begleitet vom Orchester, über dessen wechselnden Rhythmen der Solist frei psalmodiert. Mit  „Pomp and Circumstance“ Nr. 1 von Edward Elgar entließ der OVH seine Gäste in die Pause.

Nur zwei Werke gab es im zweiten Teil des Konzertes zu hören: die temperamentvolle Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galathee“ von Franz von Suppé, akzentuiert und dynamisch ausgefeilt musiziert und durch Johannes Stert am Pult entsprechend demonstriert.

Das Hauptwerk des Abends und sowohl vom Anspruch an das Orchester wie an das Hörvermögen der Zuhörer das schwierigste Werk war die Suite aus der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss . Diese Suite, die  34  Jahre nach der Uraufführung der Oper 1911  im Jahre 1945 zwar unter Strauss‘ Namen veröffentlicht wurde, aber ohne seine Mitwirkung entstanden war, vereint die wesentlichen  „Highlights“ der Oper. Nach so viel Heiterkeit und Entspannung in den voraufgegangenen Werken war nun die Auseinandersetzung mit großer sinfonischer Musik gefragt- vom Orchester virtuos musiziert und vom Publikum – vor allem wohl wegen der weitgehend bekannten Walzer und des temperamentvollen Schlusses mit lang anhaltendem Beifall belohnt. Als Zugabe wurde der Walzer noch einmal wiederholt und der Radetzkymarsch von Johann Strauß Vater noch als Sahnetupfer obendrauf gegeben.

Bergischer Volksbote vom 24.1.2007, von Marie-Luise Mettlach

 



 
 

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