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2007 - Hänsel und Gretel
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Knusperhäuschen für alle Sinne

Musikus-Projekt: Der OVH sorgte mit seiner Version von „Hänsel und Gretel“ gleich zweimal für ein ausverkauftes Haus.

Burscheid. Das werden die Kinder noch lange im Ohr und vor Augen haben: die liebevolle Art, mit der Annette Willuweit das alte Märchen von Hänsel und Gretel neu erzählte, die tanzenden Tiere, Engel, Lebkuchenkinder und Hexen auf der Bühne und die Melodien aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.

Die brachte das Blechbläserensemble des Orchestervereins Hilgen (OVH) unter der Leitung von Johannes Stert ebenso temperamentvoll wie eindringlich im improvisierten „Orchestergraben“ zu Gehör. Musikus, das junge Programm des OVH, hat mit dieser umjubelten Aufführung an zwei Tagen hintereinander der Hans-Hoersch-Halle ein übervolles Haus beschert.

Viele haben an dieser Gemeinschaftsarbeit mitgewirkt: an der Spitze Annette Willuweit. Die Grundschullehrerin und Flötistin im OVH traf genau den richtigen Ton, um die Aufmerksamkeit der Kinder – darunter viele sehr kleine – zu wecken und lebendig zu erhalten.
Den Text des Märchens hat sie eigens für diese beiden Aufführungen geschrieben und durch Verse aus dem Originallibretto der Oper ergänzt. Die Gesamtleitung der Aufführung lag ebenfalls in ihren Händen.

Tänzerinnen und Tänzer aus Odenthaler Ballettstudio

Was das bedeutet, mag man ermessen, wenn man die Vielzahl der auf den Text und die Musik abgestimmten Tanzszenen bedenkt. Nach der Choreografie von Christine Hintzen stellten die jungen Tänzerinnern und Tänzer aus dem Odenthaler Ballettstudio Assemblé nicht nur die Hauptfiguren Hänsel und Gretel, die Hexe, Vater und Mutter, sondern auch allerlei Getier, die Engel (beim zur Musik gesprochenen Abendgebet) und schließlich die großen und kleinen Hexen dar.

Der Hexentanz „Borage“, ein Einschübsel aus Three Brass Cats, schmissig interpretiert von den Blechbläsern und furios getanzt, begeisterte Jung und Alt.

Das reizende Bühnenbild schufen Schüler und Schülerinnen der Klasse9 MK der Evangelischen Realschule Burscheid unter Leitung von Christa Engstenberg. Und Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Montanusschule unter Leitung von Barbara Düchting gestalteten die Requisiten.

Zauberhaft die selbst geschneiderten Kostüme von Regine Hintzen, professionell, wie die ganze Aufführung, auch die Licht- und Tontechnik (Andreas Müller).

Kinder helfen beim Windmachen und der Suche der Eltern

Die Kinder lauschten mucksmäuschenstill, wurden mit einbezogen ins Spiel beim Windmachen und Käuzchenruf in der Waldszene oder bei der vergeblichen Suche der Eltern nach Hänsel und Gretel im Zuschauerraum. Natürlich litten sie mit, als die Hexe – anders als im Grimm’schen Märchen jung und eher schmeichlerisch verschlagen als heimtückisch böse – die Kinder in ihre Hexenhaus lockte.

Aber das Märchen geht ja gut aus, und der Schatz, den die Kinder nach dem Tod der Hexe fanden, linderte nicht nur die Not der Familie von Hänsel und Gretel, sondern auch die Naschlust der Kinder, die beim Verlassen des Zuschauerraums mit goldenen Schokoladentalern beglückt wurden.

30.10.2007
Von Marie-Luise Mettlach für den "Bergischen Volksboten"

Feuerkinder und Jazzhexen

Burscheid - Ehe es so richtig losgehen kann, ist Überzeugungsarbeit angesagt. Christine Hintzen muss eines der kleinen Feuerkinder trösten. Es hat sich in den Hintergrund der großen Bühne zurückgezogen und das Gesicht in den Händen vergraben. Die vielen anderen Feuerkinder drum herum, die große Bühne, der weite Saal - das ist einfach zu viel. Aber Christine Hintzen wäre nicht Ballettlehrerin, wenn sie nicht auch mit dieser Situation umgehen könnte: Sie setzt sich neben das kleine Mädchen im flammend roten Kostüm, spricht ein paar sanfte Worte - und schon ist die Angst vergessen, wird die Probe des Ballettstückes "Hänsel und Gretel" in der Burscheider Hans-Hoersch-Halle fortgesetzt.

HG_KSTAChristine Hintzen kann aber auch anders. Nur wenige Minuten später nämlich schallen laute Kommandos durch den Saal: "Na los, hört hin. Ihr sollt euch mitbewegen." Sie klatscht in die Hände und wippt im Takt der Musik. Immerhin muss die 27-Jährige, die seit eineinhalb Jahren ein Ballettstudio in Altenberg betreibt, am Wochenende 57 Kinder im Alter zwischen drei und 17 Jahren soweit bändigen, dass aus der an Engelbert Humperdincks gleichnamigen Oper angelehnten Geschichte rund um Hänsel und Gretel ein Erfolg wird. Aber sie ist zuversichtlich: Zum einen sei der Saal bei den Aufführungen ja so dunkel, dass man von der Bühne aus keine Zuschauer sehen könne. Und zum anderen gebe es ja auch erfahrene Tänzerinnen wie die 17-jährige Daniela Schwede, an denen sich der Nachwuchs orientieren könne. Daniela spielt die berühmte "böse Hexe", die im Märchen Kinder zu Lebkuchen backt und verspeist - und sieht in ihrem hellblauen Kleid alles andere als böse aus. "Letztlich soll sich jeder in seiner Rolle wohlfühlen", sagt Annette Willuweit (35) vom Musikusteam des Orchestervereines Hilgen (OVH), der die Musik beisteuert. "Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine hässlichen Hexen."

Lebende Lebkuchen

Der Spaß soll im Mittelpunkt stehen. So werden während der einstündigen Aufführung bekannte Lieder erklingen wie "Brüderchen, komm tanz mit mir" oder "Ein Männlein steht im Walde". Der ursprünglichen Oper wurden mit Feuerkindern, Waldtieren, lebenden Lebkuchen und Jazzhexen viele neue Figuren hinzugefügt. Annette Willuweit schrieb den Text des Stückes komplett neu (während Christine Hintzens Mutter Regine alle Kostüme im Alleingang schneiderte). Und: Bei den Aufführungen sollen auch die Kinder im Publikum in die Handlung auf der Bühne miteinbezogen werden. Nach der Probe jedenfalls ist den kleinen Feuerkindern Laura (4), Ema (3) und Lilly (5) anzusehen, dass sie sich auf der Bühne wohlfühlen werden. Sie tollen herum, irgendwann nestelt Laura an ihren roten Flammenärmeln herum und sagt: "Die sehen toll aus, oder?" Ja, das tun sie. Und genau das gleiche werden wohl auch die Zuschauer am Wochenende denken.

Das Ballettstück "Hänsel und Gretel" wird am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr in der Hans-Hoersch-Halle aufgeführt. Während die Sonntagsvorstellung bereits ausverkauft ist, sind für Samstag noch Karten zum Preis von 7,50 Euro zu haben (Buchhandlung Ute Hentschel, Bäckerei Kretzer, Ballettstudio Assemble Altenberg, bei allen Mitgliedern des OVH).

VON FRANK WEIFFEN, 24.10.07, KSTA

 



 
 

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