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2008 - Johannes Stert in Lissabon
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Musik: Zeitreise in Mozarts Jahrhundert

OVH-Dirigent Johannes Stert arbeitet in historisch passendem Ambiente an der Premiere der Oper „La Clemenza di Tito“ in Lissabon.

Burscheid. Wuchtiger kann einem die Musikgeschichte kaum entgegentreten: 1791 wurde Mozarts letzte Oper „La Clemenza di Tito“ uraufgeführt, drei Monate vor dem Tod ihres Schöpfers.

Am kommenden Mittwoch feiert das Werk in Lissabon mal wieder Premiere – in einem denkbar passenden Ambiente: Das Teatro Nacional de São Carlos, über die Jahrhunderte weder durch Brände noch durch Kriege beschädigt, kann auf das gleiche Alter zurückblicken wie die Oper, die zu hören sein wird.
Das Haus präsentiert sich – weltweite Rarität – noch heute in dem Zustand wie zu seiner Entstehung im Jahr von Mozarts Tod.
Für Johannes Stert ist sein Dirigat dort nicht nur deswegen „ein sehr toller, großer Farbtupfer in meiner Karriere“. Über den gen Lissabon scheidenden Kölner Opernintendanten Christoph Dammann war er an sein Engagement in der portugiesischen Hauptstadt gekommen. Seit dem 18. Januar weilt er vor Ort, um das Orchester in vier Wochen auf die Premiere am kommenden Mittwoch vorzubereiten.
Vier Proben allein mit den Musikern, vier weitere innerhalb von zwei Tagen mit Sängern und Bühne, das muss schon fast reichen. Heute gibt es noch die Hauptprobe, am Montag die Generalprobe. Die Premiere in der rund tausend Zuschauer fassenden Nationaloper ist längst ausverkauft.

Orchester besteht aus 18 Nationalitäten

Die Verständigung klappt auch ohne Portugiesisch. Schließlich besteht das Orchester aus 18 Nationalitäten. Englisch und Italienisch helfen weiter, der Konzertmeister und 1. Geiger beispielsweise ist Amerikaner. Die Qualität „besonders des Chores“ bezeichnet Stert als „sehr, sehr gut“. Es gebe zwar keine Mozart-Tradition, „aber die Musiker sind unglaublich offen und ich kann mir vorstellen, dass da etwas sehr Schönes entsteht“.

Da passt es gerade gar nicht, dass der Dirigent ausgerechnet kurz vor den entscheidenden Proben heftig erkrankt ist und sich nur mit Antibiotika über Wasser halten kann.

Stert, zuvor Kapellmeister an der Kölner Oper und bis Ende 2006 auch 1. Gastdirigent in Graz, sieht Lissabon nicht nur aufgrund des einzigartigen Ambientes als besondere Herausforderung. Es sei der Klang einer europäischen Hauptstadt, der einem womöglich weitere Türen öffne. „Nach Paris kommt man eher über Lissabon als über Köln – und das hat nichts mit der Qualität zu tun. Köln hat eine sehr gute Oper, aber es ist eben nicht die Hauptstadt.“

Das geschichtsträchtige Teatro Nacional hat aber nicht nur diesen Reputationsvorteil auf seiner Seite, sondern ist auch ausgesprochen familienfreundlich. Weil das alte Haus keine aufwendigen Bühnenumbauten erlaubt, werden die Werke jeweils en suite, also ununterbrochen aufgeführt.
Nach der Premiere am Mittwoch folgen im Abstand von jeweils zwei Tagen bis zum 1. März weitere fünf Aufführungen, dann ist Schluss „und ich kann nach Hause“, sagt Stert. Tochter (9) und Sohn (4) werden es dem ehrwürdigen Bau danken.

16.02.2008
Von Ekkehard Rüger, WZ

 



 
 

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