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Orchesterwettbewerb: Laien musizieren wie die Profis

Zum Auftakt spielte der hochkarätige Orchesterverein Hilgen in der Stadthalle – leider außer Konkurrenz.

Wuppertal. Eigentlich wollte der Orchesterverein Hilgen beim diesjährigen Deutschen Orchesterwettbewerb (30. April bis 4. Mai) in Wuppertal gar nicht starten: Zu hoch waren ihm und etlichen anderen renommierten Laienorchestern die rasant gestiegenen Teilnehmergebühren.

Dass er eingeladen wurde, das Eröffnungskonzert im Großen Stadthallen-Saal zu bestreiten, rechnet sich das 70-köpfige, sinfonische Blasorchester als große Ehre an. Gleichzeitig ist ein Erfolg für die Zukunft zu vermelden: Der Präsident des Deutschen Musikrates Martin Maria Krüger versprach in seinem Grußwort, beim nächsten Mal die Gebühren auf ein für alle erträgliches Maß zu senken.

Denn was an musikalisch hochwertiger Arbeit mit einem Laienorchester erreicht werden kann, zeigt das Konzert eindringlich. Dirigent Johannes Stert führt mit sicherer Hand, gibt präzise Einsätze und fordert klangsinnliche Interpretationen.

In der „Sinfonia“ aus Verdis „Nabucco“ klingt das tiefe Blech weich und geschmeidig, überzeugt die sauber blasende Hörner-Abteilung. Rhythmische Genauigkeit, Fortissimo aller Bläser lenken von den recht langsam genommenen Tempi ab.

Den Laien verlangen Arnold Schönbergs „Thema und Variationen“ von 1943 und „Fantasy Triptych“ (1995) des Engländers Derek Bourgeois einiges ab: Kapriziöse und bizarre Rollen der Bläserabteilungen, solistische Duette zwischen Holz- und Blechblasinstrument in freier Tonalität bei Schönberg klingen schon fast traditionell.

Schrei-Attacken, lärmende Cluster und Jazz-Anklänge

Bourgeois arbeitet mit regelrechten Schrei-Attacken, lärmenden Clustern, rhythmisch verqueren Tanz- und Jazz-Anklängen. Die Schlagwerk-Riege liefert den treibend-rhythmischen Drive, die Bläser erfüllen ihre Parts mit absoluter Präzision und in spannenden dynamischen Kontrasten.

Richard Strauss’ Zwischenspiel aus „Capriccio“ klingt erlösend vollmundig und samtig, in anschaulichen Klangfarben romantisch schwelgend. Schade, dass ein solch hochkarätiges Orchester nicht an den Wertungsspielen teilnimmt.

von Veronika Pantel, Westdeutsche Zeitung, 03.05.2008

Artikel zu diesem Konzert aus "Musik zum Lesen", Ausgabe 06/08

 



 
 

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