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2011 - Dornröschen: Spitze Gegenstände sind verboten
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Dornröschen: Spitze Gegenstände sind verboten
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Von Julia Francke

Der Dirigent des Hilgener Orchestervereins muss bei Dornröschen seinen Taktstock abgeben.

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Burscheid. Im Schloss ist es still. Tief und fest sind die Bediensteten, das Königspaar und gar die Prinzessin in einem langen Schlaf gefangen. Erst der sagenumwobene Kuss eines Prinzen kann das Dornröschen wecken und damit den anderen Bewohnern wieder Leben einhauchen.

„Von mir bekommt das kleine Dornröschen Schönheit geschenkt."

Nurcan (8), über ihre Rolle als Fliederfee

Sicher, die Geschichte rund um Spindel, bösen Zauber und schlafende Prinzessin ist nicht neu. Doch das märchenhafte Projekt der Montanus-Grundschule und des Orchestervereins Hilgen hat das Publikum am Sonntag in der Hans-Hoersch-Halle begeistert - gleich zweimal wurde das Ergebnis der Kooperation aufgeführt.

Seit den Sommerferien probte Annette Willuweit mit den 32 Kindern an dem Stück. Die Lehrerin der Montanus-Grundschule fungierte dabei nicht nur als Gesamtleitung, sondern auch als Erzählerin des Märchens.

Die Kinder mussten keinen Text auswendig lernen

„Wir mussten nichts auswendig lernen", erklärt die achtjährige Nurcan. „Wahrscheinlich wäre es mit Text auch viel schwerer gewesen." Trotzdem war die Grundschülerin nervös vor ihrem Auftritt. „Ich bin eine der guten Feen", erzählt das Mädchen. „Von mir bekommt das kleine Dornröschen Schönheit geschenkt." Doch bevor alle Feen der jungen Prinzessin ihren Wunsch aussprechen können, betritt Carabosse, die böse Fee, die Bühne: Der vergessliche Diener hat versäumt auch dieser Fee eine Einladung zu schicken. „Deswegen verfluche ich die Prinzessin", sagt Marie (9), die ganz in schwarz gehüllt ist. Sie ist erleichtert, dass es sich um eine rein pantomimische Darstellung handelt: „Ich bin etwas schüchtern und deshalb froh, dass ich vor dem Publikum nicht sprechen muss."

Dank der Fliederfee, die nach dem Fluch von Carabosse noch ihren Wunsch ausstehen hat, stirbt die Prinzessin nicht. „Sie wird sich stechen und nur einschlafen", sagt Marie. Und das trotz aller Vorkehrungen: Jede versteckte Spindel und noch so spitzer Gegenstand wurde von den Schlossbewohnern aus der Hans-Hoersch-Halle verbannt. Quer durch die Sitzreihen vor und hinter der Bühne flitzten die kleinen Schauspieler, um Dornröschen vor ihrem Schicksal zu bewahren.

Orchesterverein untermalt Gesten der Schauspieler

Sogar Dirigent Scott Lawton musste seinen Taktstock abgeben: „Nein, das ist viel zu spitz. Das ist zu gefährlich", befand Annette Willuweit gemeinsam mit dem Publikum.

Doch auch ohne Taktstock begeisterte der Orchesterverein Hilgen die Gäste. Punktgenau trafen die Musiker den Ton und untermalten so die Gesten der jungen Darsteller. „Zweimal haben wir gemeinsam mit dem Orchester geprobt", sagt die zehnjährige Samantha. „Die Musik haben wir auch auf CD gehabt und mussten zu Hause üben", erzählt sie.

Nach ihrem hundertjährigen Schlaf gab es nicht nur für Dornröschen ein gutes Ende: Auch die Mitglieder der Musiktheater-AG und der Orchesterverein begeisterten das Publikum.

 

Westdeutsche Zeitung vom 27.11.2011



 
 

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